"Mythos Karl" - über den Frankenherrscher "Karl der Große"

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St. Johann. Mit anregenden, humor- und geistvollen Ausführungen unter dem Thema „Mythos Karl“ wusste Professor i.R. Max Kerner seine Zuhörer zu fesseln. Der Emeritus in Fach Mittelalterliche Geschichte der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) referierte im Ahnensaal des Schlosses Bürresheim über den Frankenherrscher „Karl den Großen“. Im Zentrum des Vortrages am Freitag, vor sechzig Gästen, standen Karls bildliche Darstellungen, seine Rolle in der Geschichte und im kollektiven Gedächtnis. Die Frage nach der Zukunft Karls für Europa in der Zeit der Globalisierung leitete die Diskussion ein. Frau Dr. Angela Kaiser-Lahme, Direktorin für Burgen, Schlösser und Altertümer des Landes Rheinland-Pfalz in der Generaldirektion Kulturelles Erbe, schlug einen Bogen zur Geschichte der Karolinger in der Eifel. Denn in der Bertradaburg bei Mürlebach in der Vulkaneifel, so geht die Legende, soll der Frankenherrscher geboren sein. Schließlich hatte Bertrada die Jüngere und Mutter Karls des Großen im Kylltal ihren Wohnsitz. Bertrada die Ältere war Stifterin der Abtei Prüm. Die Eifel und das Land nördlich und westlich ist urfränkisches Kernland. Kein Wunder, dass Deutsche und Franzosen, Belgier und Niederländer in der Geschichte Karl den Großen, je nach politischer Sicht und Zeitgeist, für sich reklamieren. Seit 1945 aber wird Charlemagne als Vater Europas bezeichnet, als ein Herrscher, der erstmals nach dem Niedergang des römischen Reiches vor allem den Norden Europas einte. Der Mittelmeeraum hatte sich nach dem Ausgreifen des Islams über Nord-Afrika bis nach Spanien, kulturell verändert. Die Herrscher des Mittelalters, die Ottonen und Staufer, sahen im Karl den Urheber des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, dass erst 1806 durch Napoleon Bonanparte sein Ende in dieser Form gefunden hatte. War Karl ein heiliger Mensch oder der Sachsenschlächter? Fragen warum die Nazis, nach den Ausführungen von Prof. Dr. Max Kerner, Probleme mit dem Frankenkönig und Kaiser hatten. Einerseits wurde er als nationales Symbol, als Germanenführer stilisiert, andererseits war er für die Ideologen dieser Zeit zu international und zu christlich. Unbestritten sei aber Karls Leistung bei der Christianisierung der germanischen Stämme und seine Bedeutung für das christliche Europa im Mittelalter, als Nachfolger der römischen Kaiser. Dies sei abzulesen, so Kerner, an den Münzen aus jener Zeit, die einerseits den Imperator, aber auf der anderen Seite der Medaille Kreuz und Tempel darstellen. Einhard, der Chronist Karls des Großen, hat sich nach Worten Professor Kerners methodisch an Sueton angelehnt, der es wusste, römische Kaiser biografisch ins rechte Licht zu rücken. Dies tat er aber nur, um Ludwig dem Frommen, Sohn und Nachfolger Karls, eine edle und rechte Amts- und Lebensführung vor Augen zu führen. Denn es gab Kritik am allzu lebenslustigen Hofe Karls des Großen. Einmal seine Frauen, deren Zahl und Namen nicht alle bekannt sind. Zum anderen seine Kinder, von denen er einige hatte. Sein ältester Sohn war angeblich nicht thronfähig, weil schwul. Zu seiner Schwester Gisela wird Karl ein inszestuöses Verhältnis angedichtet. Selbst die Existenz des ersten karolingischen Kaisers wird von einigen Historiker bezweifelt, deren Namen dem Professor aus Aachen aber im Vortrag nicht einmal über die Lippen kamen. „Um diese Theorien ist es aktuell sehr leise geworden“, sagt Max Kerner und weiter: „Im Karlsschrein zu Aachen befinden sich die sterblichen Überreste eines körperlich, großen Mannes, die über 1200 Jahre alt sind. In der Büste ist Karls Schädeldecke verwahrt.“ Der Initiator der Reihe „Dichtung und Wahrheit“ im Schloß Bürresheim, Dieter Dierkes, Vorsitzender Richter des Oberlandesgerichtes a.D, bedankte sich abschließend und Dr. Angela Kaiser-Lahme übereichte Prof. Dr. Max Kerner als kleinen Dank eine Infobroschüre zum Schloss Bürresheim.

 

 

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Bonner OB Nimptsch bei Wahlverwandten zum Thema „Teilen“

 

Am 22. Februar 2014 hielt der Oberbürgermeister der Stadt Bonn auf Einladung des Vereins der Wahlverwandtschaften Bonn in der Duisdorfer Johanniskirche einen Vortrag zum Thema „Teilen“. Dabei bezog er in starkem Maß „Teilen“ auf die Entwicklung der öffentlichen Finanzen in unserem Bundesland und in Bonn. Dazu beschrieb er Entscheidungsprozesse und bezog auch die Auswirkungen unseres Handelns heute auf die kommende Generation mit ein.

 

Marion Markham und Oda Beckmann, beide Wahlverwandte, hatten die Idee, den OB der Stadt Bonn zu bitten, zu diesem Thema bei den Wahlverwandten in BN-Duisdorf zu referieren. Dazu hatte er in der Kreuzkirche am Bonner Kaiserplatz im letzten Herbst gesprochen, jetzt tat er es noch einmal vor interessierten Hörern in der Duisdorfer Johanniskirche.

Jürgen Nimptsch schlug einen großen Bogen von Hauptstadtzeiten Bonns bis hin zur heutigen Situation mit überall knapper werdendem Geld und Ressourcen. Sehr umfassend und engagiert schilderte er auch die vielen oder auch wenigen Möglichkeiten, wie man mit „Mangel“ umgehen kann.

 

Henrich Fenner

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Vielfältigkeit von Klaus Marek

 

Die Galerie im Schokoladenkontor

 

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Klaus Marek neben seinem Bild "Lebenszyklus" aus dem Jahr 2012

 

Wer aufmerksam durch die Biergasse im beschaulichen Bad Breisig flaniert, dem ist das Schokoladenkontor sicher schon aufgefallen, dass etwas versteckt zwischen Cafés und Buchläden liegt. Doch Süßigkeiten gibt es da heute nicht mehr – dafür Besonderheiten des Künstlers Klaus Marek, der dort sein Atelier und seine Galerie eingerichtet hat. Ein Blick durch die Fenster lässt erahnen, dass hier kreative Vielseitigkeit geboten wird. Skulpturales und figürliche Malerei, Abstraktion und konkretisierte Abbildung. Das künstlerische Repertoire des 1942 in Hindenburg geborenen Autodidakten ist umfangreich.

Nimmt sich der Passant die Zeit einzutreten, wird er von der Reichhaltigkeit der Werke und Geräumigkeit des Kontor überrascht. Nichts deutet bei der sonnengelben Fachwerkfassade darauf hin, dass es neben dem sichtbaren Ausstellungsraum vier weitere – mit Gemälden und Skulpturen arrangierte Räume gibt – einen malerischen Innenhof, ein Fachwerkhaus mit zwei Ausstellungsräumen. Ein verwunschener Skulpturengarten rundet das stimmungsvolle Ambiente ab. Es mögen über 1000 Kunstwerke sein, die Klaus Marek seit 50 Jahren geschaffen hat. Die Vielseittigkeit der Werke ist Programm- gegenständlich und abstrakt, ausgeführt in den unterschiedlichsten Techniken und mit verschiedenen Materealien zeugen sie von Experimentierfreudigkeit und Ideenreichtum. „Ich male und gestalte für mich, sagt Marek, das ist meine Lebensphilosophie und -Therapie“. Viele Arbeiten haben keinen Titel. „Der Betrachter soll Deutung oder Botschaft selber erleben.“ Es lässt sich kaum eine wirkliche Phase entdecken, keine Entwicklung identifizieren, früh schon scheint sich die eigene Art ausgebildet zu haben, vielseitig zu sein – wohl aber ist die durch Jugend und Reifung veränderten Motivwahl nachvollziehbar. Porträt und Landschaft werden zu kubischen Formen und filigranen Farbstrichen. "Jeder Betrachter sieht etwas anderes – und dass soll er auch", erklärt Marek, der keine Linie oder Botschaft vermittel will – außer dem Gefallen bei gutem Geschmack. "Darum gebe ich den Bildern auch keinen Titel", sagt Marek. Er weist aber auf eine Filzstiftzeichung auf Glas hin: Die "Arabellion" – Köpfe der Menschen, die Geschichte machen – aber keine Politiker – sondern der Mensch von der Straße. Das Bild ist entstanden in der Zeit des Arabischen Frühlings – seit 2011. Es gibt eben auch thematisch festgelegte Werke.

Klaus Marek ist verheiratet und hat drei Töchter. Nach seinem Studium am Polytechnikum in Friedberg arbeitete er als Technischer Redakteur und 20 Jahre als Vertriebsleiter. Seit 2007 ist er im Unruhestand und betreibt die Galerie in Bad Breisig – in der auch Lesungen, philosophische Treffs und Vorträge stattfinden."Die Kunst, die ich mache ist erschwinglich und auf jeden Fall auch dekorativ, vor allem wenn man sie mit den Drucken und Vervielfältigungen vergleicht, die in Kaufhäusern zu erwerben sind." Das was der Kunstineressierte bei Marek findet sind Unikate, verschiedener Stilrichtugen, Sujets und Techniken von Kleinstformaten bis zu über 4qm große Bilder. Ein Besuch überzeugt!

Galerie Klaus Marek, Biergasse 24, 53498 Bad Breisig, www.galerie-marek.de


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Wahlheimat am Rhein


Ausstellung über den Bildhauer und Zeichner Lajos Barta
8. November 2013 – 23. März 2014

»Seine kraftvollen und ausgeglichenen Werke spiegeln den präzisen Blick wider, den er auf die Welt hatte. Manche seiner Skulpturen erreichen monumentale Größe, andere bleiben eher intim, aber alle Skulpturen sind von vollendeter Harmonie (). Dank seiner unerschöpflichen Vorstellungskraft und seiner Wahrhaftigkeit fügt sich Lajos Barta in die Reihe der großen Künstler seiner Zeit.«
(José Pereira, 2012)

 

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Lajos Barta im Festsaal Bahnhof Rolandseck mit Skulptur, 1967
Foto: Eric Krupp

 

Erstmals widmet sich das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in einer Überblicksschau dem ungarischen Bildhauer Lajos Barta (1899-1986). Im Themenjahr des »Künstler-Ich« erinnert die Ausstellung an den charis.matischen Menschen und Künstler sowie seine span.nende, durch die Zeit- und Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts tief geprägte Biografie.  

Erst spät setzte sich Barta mit der Abstraktion, dem beherrschenden künstlerischen Thema des 20. Jahr.hunderts auseinander und schuf 1943 in Budapest seine erste nicht-gegenständliche Zeichnung. Im Jahr darauf konnte er als Jude der Verfolgung durch das Nazi-Regime entkommen und überlebte im Untergrund. Nach 1945 gehörte Barta zu den führenden Künstlern der Avantgarde in der Künstlergruppe »Europäische Schule«. Im Stalinismus der ungarischen Volksrepublik ab 1950 wurden ihm als abstraktem Künstler jedoch die Existenzgrundlagen entzogen. Barta geriet in den ideologischen Machtkampf zwischen Ost und West. Mitten im Kalten Krieg ging er 1965 für immer ein den Westen und kam durch Vermittlung eines Schweizers Freundes an den Künstler.bahnhof Rolandseck.  

Hier baute Barta zwischen 1965 und 1967 zielstrebig einen neuen Bestand an Plastiken und Zeichnungen auf. Eigens für das Rheinufer in Remagen realisierte er die dynamische Großplastik »Liebeskraft«. Diese gehört zum »Skulpturenufer Remagen«, einem gemeinsamen Projekt der Stadt Remagen und des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Remagens Bürgermeister Herbert Georgi, Vorstandsmitglied der Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck, führt hierzu aus: »Bartas monumentale Skulptur, die er als letztes Werk vor seinem Tod schuf, ist für uns ein bedeutendes Symbol für den Frieden. Der Künstler entwarf sie für diesen geschichtsträchtigen Ort vor den Türmen der zerstörten Brücke von Remagen. Die Plastik steht mit ihrem Motiv des Tragens sowohl für die Brücke als auch für den Dialog zwischen Menschen und Nationen.«

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck präsentiert rund 40 abstrakte Plastiken und 90 Zeichnungen, die im Schwerpunkt die 1940er und 1950er Jahre umfassen. Bisher nie öffentlich gezeigte Zeichnungen geben Einblick in die faszinierende Welt der frühen surrealistischen Phase Bartas und dokumentieren sein Œuvre aus der Zeit der inneren Emigration während des Stalinismus. Nach dem Aufstand 1956 entspannte sich die Lage und es entstanden auch abstrakte Zeichnungen mit humorvoll homoerotischer Konnotation.

Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff: » Wir freuen uns sehr, die erste umfassende monografische Retrospektive des Bildhauers und Zeichners Lajos Barta im Arp Museum Bahnhof Rolandseck präsentieren zu können. Von 1965 bis 1967 wurde der Bahnhof Rolandseck für einige Jahre zu Bartas Wahlheimat. Hier wohnte und arbeitete er und blieb bis zu seinem Tod diesem Ort der Künste verbunden, von dem aus er mit 66 Jahren seine zweite Künstlerkarriere begann.«  

Die von dem Kölner Kunsthistoriker Dr. Ulrich Winkler kuratierte Ausstellung konzentriert sich auf Modelle der 1950er und 1960er Jahre, die in Ungarn und in der zweiten Heimat Bartas, im Rheinland, als Monumentalplastiken im öffentlichen Raum realisiert werden konnten. Nie zuvor wurden diese Bronzen, die noch heute in Budapest, Köln, Bonn, Mülheim a. d. Ruhr, Wuppertal, Siegen und Remagen stehen, als Werkgruppe zusammengeführt, obwohl sie zu den Meisterwerken Bartas gehören. Bartas Skulpturen sind in bedeutenden Sammlungen wie zum Beispiel im Centre Pompidou und in der Nationalgalerie Ungarns vertreten. Im Rheinland bilden sie, öffentlich zugängig, sein künstlerisches Vermächtnis.

Die Exponate der Ausstellung kommen von insgesamt 25 Leihgebern, darunter das ungarische István Király Múzeum in Székesfehérvár, aber auch zahlreiche deutsche und französische Privatsammler. Einige Werke gehören zur Sammlung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Ein wieder entdecktes Filmfragment vermittelt in der Ausstellung einen lebendigen Eindruck des Künstlers bei der Arbeit.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Donauschwäbischen Zentralmuseum, Ulm realisiert. Sie findet statt mit großzügiger Unterstützung der Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung für die Kunst der 50er Jahre.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der ein Vorwort von Museumsdirektor Oliver Kornhoff (Hrsg.), Texte von Jutta Mattern, Gábor Pataki und Ulrich Winkler sowie persönliche Berichte von Zeitzeugen enthält. (Verkaufspreis: 18 Euro).

Die Ausstellung wird umrahmt von einem bunten museumspädagogischen Programm. Der Kurator der Ausstellung, Ulrich Winkler, führt zusammen mit dem Zeitzeugen und ehemaligen Bürgermeister von Remagen, Peter Kürten, am 18. Januar durch die Ausstellung. Öffentliche Führungen an jedem zweiten Sonntag (ab dem 10. November) im Monat um 15 Uhr geben tiefere Einblicke in das Werk Lajos Bartas. Im Rahmen der »Kunstpause für junge Eltern« am 4. Dezember um 11 Uhr sind alle Eltern mit ihren Babys herzlich eingeladen in Kleingruppen die Ausstellung zu erkunden. Die Führung»Der entschleunigte Blick« mit Dr. Nicole Birnfeld und Olaf Mextorf ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, sich in einer Dialogführung mit einzelnen Objekten vertieft auseinander zu setzen. Eine Fortbildung für Erzieher/Innen und Lehrer/Innen findet am 12. November um 16 Uhr statt. Drei individuell buchbare Workshops (»Zeichenwerkstatt« /»Abstraktion und Natur« /»Viel Gefühl!«) runden das Programm ab. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website www.arpmuseum.org. Eine Anmeldung ist bis zu 10 Tage vor Veranstaltung möglich unter fuehrungen@arpmuseum.org oder telefonisch unter 02228/9425-63

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr
Eintrittspreise: nur Barta-Ausstellung 4 €, erm. 2 €, ganzes Museum 8 €, erm. 6,50 €

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Iris Schaarschmidt in der Galerie Artspace K2

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Herr Doktor verdient mehr?

 

Zum Problem der akademischen Titel-Inflation

 

Die Bachelor und Master-Studiengänge sind eingeführt worden – um das Studium praxisnah zu gestalten und in der Zeitdauer zu verkürzen – auch, um die überfrachteten Lehrpläne zu entschlacken. Ist dies gelungen und ist die Qualität der Ausbildung heute, wie gewollt, gewährleistet?

Wenn ich mit heutigen Absolventen und Studierenden spreche – scheint der Bachelor ein Master-Light zu sein – und der Master käme an die Qualität der abgeschafften Diplom – und Magister-Studiengänge nicht mehr heran. Zudem dauere der Bachelor – nicht selten 8 bis 10 Semester – sicher eine "Verbesserung" zu den 12 bis 14 Semester bisheriger Diplomstudiengänge, der einen guten internationalen Ruf hat. Aber man sollte doch wieder weiter differenzieren – nach Talenten und Motivation der Studenten. Dies würde bedeuten, dass der Bachelor wirklich nach 6 bis 7 Halbjahren des Lernens abgeschlossen ist – und der Master mit 2 Jahren Spezialisierung eine höhere Qualifikation darstellt. Das Diplom – und der Magister – der seitjeher den Ruf deutscher Universitäten ausmachte, könnte dementsprechend für mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer und für jene Sozialwissenschaften beibehalten werden, die auf eine wissenschaftliche Laufbahn vorbereiten – und zur Promotion führen sollen. Der Doktorgrad wäre dementsprechend keine Qualifikation für Praktiker – sondern für jene, die sich mit Themen theoretisch bis philosophisch beschäftigen wollen – und ihn nicht als eine Mittel des Return-on-Investment in finanziellem Sinne sehen – keine Reputation für den Zugang in Chefetagen, sondern der Nachweis für die Fähigkeit der fachübergreifenden Diskursfähigkeit und Vorbereitung zu Habilitation – als eine Befähigung auch zu Lehre – nach Berufung zum Professor.

Genau aus diesem Grund müssten gerade bei Geistes- und Sozialwissenschaften Diplom und Magisterstudiengänge mit höherer Regelstudienzeit erhalten bleiben. Der Doktorgrad ist durch das Schnellverfahren und durch "Ghostwirting" entwertet worden – lassen wir ihn wieder die Geltung zukommen, die er verdient: Eine Fähigkeit zur Disputation des eigenen, wissenschaftlich fundierten Standpunktes – nach Jahren des Studiums – und nicht als Zugang in die Teppichetage von Wirtschaft, Verbänden und Politik, mit dem Ziel eine höhere Gehaltsstufe zu erreichen: Genau hierfür muss eine Karriere mit Bachelor/Bakkerlaureus und Master hinreichend sein. -kpg- 10/2013

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"Österreichisches Zentrum für Digitale Geisteswissenschaften"

Gezielte Stärkung der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften - Volumen von rund drei Millionen Euro

 

 

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Im Bild von links nach rechts: Anton Zeilinger (Präsident der ÖAW), Karlheinz Töchterle (Bundesminister für Wissenschaft und Forschung) und Michael Alram (Vizepräsident der ÖAW). - Quelle: ots


Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz
Töchterle und ÖAW-Präsident Anton Zeilinger haben heute das
"Österreichische Zentrum Digitale Geisteswissenschaften" aus der
Taufe gehoben. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
ÖAW-Vizepräsident Michael Alram unterstrichen sie, dass sie "die
Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften gezielt stärken wollen: Damit können die neuen Möglichkeiten, die sich durch die digitale Erfassung und wissenschaftliche Bearbeitung von Texten und Artefakten bieten, vermehrt genutzt werden." Das Zentrum hat eine starke europäische und internationale Anbindung, da es die österreichische Koordinationsrolle für zwei Projekte (DARIAH, CLARIN) zur verstärkten europäischen Vernetzung von Infrastrukturen übernehmen soll und damit
in den Aufbau europäischer Infrastrukturnetzwerke für die Geistes- und Kulturwissenschaften eingebettet wird. Töchterle sieht im "Österreichischen Zentrum Digitale  Geisteswissenschaften" auch eine "stimmige Verstärkung des GSK-Schwerpunktes im kommenden EU-Rahmenprogramm HORIZON 2020, der auf Initiative Österreichs gemeinsam mit Deutschland und anderen Ländern erfolgreich verankert wurde".

Die wissenschaftliche Erhebung, Erschließung und Sicherung von
Datenbeständen des kulturellen Erbes sowie deren forschungsgeleitete Aufbereitung und Analyse zählen zu den wichtigsten Aufgaben der Geistes-, Sozial- und  Kulturwissenschaften. Digitale Methoden und Technologien haben die Forschung im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und des kulturellen Erbes nachhaltig verändert und bereichert. Dieser Tatsache wird mit dem "Österreichischen Zentrum Digitale Geisteswissenschaften"  Rechnung getragen. Denn: Die digitale Erfassung und Bearbeitung von umfangreichen Datenbeständen und deren Verknüpfung erschließen neue Dimensionen, auch für die
wissenschaftliche Analyse, für Theoriebildung und Methodenreflexion.


"Dadurch werden die Forschungspotenziale der Geistes-, Sozial-, und Kulturwissenschaften erheblich erweitert", so Töchterle. Das
"Österreichische Zentrum für Digitale Geisteswissenschaften" soll im Jänner 2014 gestartet werden und hat ein Volumen von rund drei Millionen Euro für drei Jahre. Die Kosten werden zwischen dem Ministerium und der ÖAW geteilt: rund 1,6 Millionen Euro steuert das Ministerium im Kontext der Förderung europäischer
Infrastrukturnetzwerke bei, die restlichen Mittel bringt die ÖAW in
Kooperation mit weiteren beteiligten Institutionen auf. Neben
mehreren Partnern in Österreich umfasst das Netzwerk auch eine Reihe ausländischer Kooperationspartner, darunter etwa die renommierte Max Planck Gesellschaft in Deutschland oder die Universität Oxford.

"Die ÖAW als eine Institution, an der traditionell vielfältige geisteswissenschaftliche Forschung betrieben wird, ist ein idealer Ort für den Aufbau eines Österreichischen Zentrums für Digitale Geisteswissenschaften. Intensive Netzwerkbildung auf nationaler Ebene im Bereich der Forschungsinfrastrukturen für die Digitalen Geisteswissenschaften und verstärkte Integration dieses österreichischen Netzwerkes auf europäischer und internationalerEbene werden die Hauptziele dieses Zentrums sein", betont ÖAW-Präsident Anton Zeilinger."Im Rahmen des Zentrums wird die wissenschaftliche Digitalisierung von Materialien aller Art einen integralen Bestandteil der Forschungstätigkeit darstellen. Wesentlich ist, dass die langfristige Verfügbarkeit der Digitalisate und der dazu erstellten
Forschungsdaten in dynamischer und innovativer Form gewährleistet wird. Nicht zuletzt wird damit auch eine Initiative zur Ausbildung von Jungforschern und -forscherinnen im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften gestartet", ergänzt ÖAW-Vizepräsident Michael Alram. -ots-

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Aus Blech und Plastik

 

Generation Pop: "Cola-Mann" des Aktionskünstlers HA Schult ist im Weltkulturerbe Völklinger Hütte eingetroffen


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Bildquelle: Völklinger Hütte

 

HA Schults berühmte "Trash People" waren schon in der Arktis, am Matterhorn und an der Chinesischen Mauer. Nun lernen zwei von ihnen das Weltkulturerbe Völklinger Hütte kennen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt in der Ausstellung "Generation Pop!" einen "Cola-Mann" von HA Schult – eine lebensgroße Skulptur, die aus Coca-Cola-Objekten wie Cola-Dosen oder –Bechern zusammengesetzt ist. Der "Cola-Mann" stammt direkt vom Künstler. Der zweite "Müllmann" von HA Schult, der in "Generation Pop!" gezeigt wird, ist eine Leihgabe der "Saarbrücker Zeitung".  

HA Schult ist einer der bedeutendsten Künstler der Pop-Kultur. Er liebe zwar den Pop, sagt er, allerdings habe die Pop Art schon immer eine Nähe zum Konsumdenken gehabt. Dieses Konsumdenken stellt HA Schult mit seinen Figuren, die aus "Müll" zusammengesetzt sind, in Frage. Andy Warhol hat Coca Cola zur Pop-Ikone des Konsums gemacht, HA Schult thematisiert dieses Konsumdenken kritisch.  

HA Schult hat maßgeblich zu unserem heutigen Umweltbewusstsein beigetragen. Seine Werke finden sich weltweit in den bedeutendsten privaten und öffentlichen Sammlungen. Die "Trash People" zählen zu den bekanntesten Kunstwerken des Aktionskünstlers und zweifachen documenta-Teilnehmers. Spektakuläre Installationen seiner "Müllmänner" wurden in verschiedenen Großstädten wie Moskau und Paris oder eben auch in der Arktis und wie auf dem Foto am Matterhorn realisiert. 

Der Ort für HA Schults nächstes Kunstprojekt ist vom 25. bis 29. September 2013 der alte Hafen von Barcelona. Dort werden seine "Trash People" als Gesamtkunstwerk wie Boat-People aus dem Meer steigen. 

"Generation Pop! … hear me, feel me, love me!" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das bedeutendste Ausstellungsprojekt unserer Gegenwart zum Phänomen Pop. Sechs Themenräume zur Pop-Kultur der 50er, 60er oder 70er-Jahre bis hin zum 21. Jahrhundert machen das Lebensgefühl der Generation Pop erlebbar, die durch Musik und Pop-Kultur geprägt wurde.

PM Völklinger Hütte

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"Kunst in Leben, Leben ist Kunst"

 

Die „Initiative der Breisiger Künstler“ zeigt aktuelle Werke


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Brunnenkönigin Anne I. und Walter Buhr vor dem "Magier" auf der Vernissage der Ausstellung "Kunst ist Leben - Leben ist Kunst" - am 7. September 2013 im Jugend- und Kulturbahnhof Bad Breisig. Foto: Gerigk

 

Am Samstag, den 7. September 2013 -  eröffnete der Bürgermeister der Stadt Bad Breisig, Bernd Weidenbach, die Ausstellung „Kunst ist Leben – Leben ist Kunst“ im Jugend- und Kulturbahnhof der Kurstadt.

Die „Initiative der Breisiger Künstler“ zeigt bis zum 22. September 2013 Fotografien von Walter Buhr, Skulpturen und Großformate von Klaus Marek - sowie interkulturelle Werke von Waltraud Kolarov. Auch Gemälde von Erika Weißenhagen - und erstmalig von Sophie Adrian, sind zu sehen.

 

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Klaus Marek vor seinem Gemälde "Emotionen"


In der „Initiative Breisiger Künstler“ sind darüber hinaus Doris Anger, Annegrete Brix-Schulz, Hilla Hildebrand, Erika und Paul Hömmerich, Lisa Leukert, Angelika Lutze, Klaus-Peter Püschel und Karl-Heinz Ziehbarth vertreten. Die Ausstellung ist täglich – außer Montag, von 16:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Calder trifft Arp – eine künstlerische Wiedervereinigung

Calder trifft Arp – eine künstlerische Wiedervereinigung

 

Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck

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Alexander Calder, Hextopus, 1955 ©VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: David Ertl

 

 

Eine künstlerische Wiedervereinigung der besonderen Art erfahren der amerikanische Bildhauer Alexander Calder und der deutsch-französische Künstler Hans Arp ab dem 31. August 2013 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Beide trafen sich 1930 in Paris als Mitglieder der Künstlergruppe »Abstraction-Création«, die sich der Weiterentwicklung der abstrakten Kunst widmete. Neben seinen weltweit bekannten bewegten Skulpturen, den »Mobiles«, schuf Calder auch unbewegliche und teils monumentale Konstruktionen aus Stahlblech, für die Hans Arp den Begriff »Stabile« prägte.

 

Calders Stabile »Hextopus«, das er 1955 eigens für das amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt entworfen hatte, wird nun als Dauerleihgabe für fünf Jahre im Außenbereich des Richard Meier-Neubaus eine neue Heimat finden. »Calders ,Hextopus‘ ist nicht zuletzt aufgrund seiner Größe von zwei Metern spektakulär und fügt sich wunderbar in das Profil des Arp Museums. Dieses reiht sich nun ein in die Gruppe jener international beachteten Museen und Kulturinstitutionen, die in Brüssel und Montreal ebenso wie in New York oder Chicago mit Calders Plastiken Werke eines der wichtigsten amerikanischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts präsentieren. Gleichzeitig ist die Leihgabe Ausdruck einer lebendigen Kulturfreundschaft, die die USA mit Deutschland, und besonders mit Rheinland-Pfalz, verbindet. Mein herzlicher Dank gilt dabei besonders dem amerikanischen Generalkonsul Kevin C. Milas für sein Vertrauen, dem Arp Museum Calders bedeutende Skulptur zu überlassen«, sagte die rheinland-pfälzische Kulturministerin Doris Ahnen anlässlich der offiziellen Übergabe der Skulptur am Samstag, dem 31. August 2013.

 

 

Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff ergänzte: »Es ist mir eine große Freude, dass wir diese wunderbare Skulptur nach der Documenta von 1964 erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen können und dies im Dialog mit den Werken seiner Künstlerfreunde Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp.«

 

Eingeladen waren zu diesem Anlass neben US-Generalkonsul Kevin C. Milas aus Frankfurt auch Vertreter deutsch-amerikanischer Institutionen, darunter die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz und das Amerika-Haus Nordrhein-Westfalen.

 

Alexander Calder, geboren 1898 in Philadelphia, USA, stammte aus einer Künstlerfamilie. Er absolvierte erst ein Ingenieurstudium, bevor er sich seiner künstlerischen Ausbildung in New York und Paris widmete. 1930 trat er nach ersten Erfolgen der Künstler-Gruppe »Abstraction-Création« bei und lernte neben Piet Mondrian und Joan Miró auch Hans Arp kennen. Der Besuch eines Planetariums inspirierte ihn zu ersten beweglichen abstrakten Drahtplastiken, die später als »Mobiles« weltweit bekannt wurden. Damit begründete Calder die »Kinetische Kunst«. Im Gegensatz dazu entwickelte er später tektonisch-schwere Skulpturen aus Stahlblech, die Stabiles. Schon zu Lebzeiten wurden seine Werke in mehreren Retrospektiven gezeigt und er erhielt zahlreiche Preise. 1976 starb Calder in New York.

 

PM Arp-Museum

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"Keine Sofa-Melker mehr"


Doch Schulden und Euro - die Kandidaten im Duell


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Ein Plakat der CDU - das mit Generationenbild die Schuldenfrage thematisiert

 

Auch im voraussichtlich letzten unmittelbaren Zusammentreffen der Spitzenkandidaten der Parteien, heute am 3. September 2013 im Bundestag, spielten Europa und die Schulden der südeuropäischen Länder doch wieder eine Rolle. Vorher hatte man insbesondere der CDU vorgeworfen, das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten zu wollen.

 


Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt der Opposition und insbesondere Peer Steinbrück eine gewisse Unberechenbarkeit vor. Die Regierung könne nicht sicher gehen, dass die SPD den eingeschlagenen Weg mitgehe – wenn diese von Eurobond und Schuldentilgung rede. Merkel betonte, dass der Euro gut für Deutschland sei und dass es dem Lande nur gut gehen könne, wenn es Europa gut gehe. Der Euro sei gut für Deutschland und Europa. Merkel forderte für die deutsche Solidarität mit Griechenland selbstverständlich auch Eigenleistung von Athen.

 


Auch wenn Deutschland im letzten Jahr eine Neuverschuldung von 100 Milliarden Euro zu verzeichnen gehabt hätte – sei das ein großer Fortschritt zu den 262 Milliarden im Jahr zuvor. Die Schuldenbremse werde eingehalten und 2015 könne mit der Tilgung begonnen werden. Rainer Brüderle hielt Peer Steinbrück mit Bezug auf den Vorwurf der Verletzung des Amtseides gegen Merkel auf einen Wahlkampf unterhalb der Gürtellinie entgegen.

 


Gregor Gysi wandte sich vor allem gegen Rüstungsexporte und militärische Auslandseinsätze und betonte, dass die Linke die einzige Partei der Deutschen Einheit und Friedenspartei sei. Peer Steinbrück warf der Regierung Tatenlosigkeit und Uneinigkeit vor, was sich am Beispiel der Pkw-Maut zeige. Merkel ginge am Gängelband der FDP und sie sei eine Architektin der Macht – aber nicht des Landes. Gegen die versprochene Mietpreisgrenze hätte die Union im Bundestag schon abgestimmt und die Lohnuntergrenze sei eben kein Mindestlohn. Die Regierung betreibe Steuerbetrug betone Steinbrück, mit Blick auf die Griechenland-Bürgschaften – und die Einkommenentwicklung sei in der Regierungszeit extrem auseinandergedriftet. Bei der Euro-Rettung habe Merkel Glaubwürdigkeit verspielt, sagte Frank Walter Steinmeier an die Adresse der Regierung. Wolfgang Schäuble entgegnete, dass die erneute Euro-Debatte von der Opposition angezettelt wurde. Katrin Göring-Eckhardt fasste die Energiewende und die Eurokrise schlaglichtartig zusammen: Die Energiewende von der schwarz-gelben Regierung managen zu lassen sei - etwa so schlau, wie die Eurokrise von den Lehmann Brothers.

 


Die Debatte im Bundestag enthielt viele der polemischen Begrifflichkeiten aus den TV-Duellen der Vortage:

Am 1. September 2013 fand in den vier führenden Sendeanstalten um 20:30 Uhr das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Herausforderer und Spitzenkandidat der SPD Peer Steinbrück statt. In 90 Minuten stellten sich beide den Fragen von Anne Will (ARD), Maybritt Illner (ZDF), Peter Klöppel (RTL) und Stefan Raab (Sat1). Die erste Frage ging an Peer Steinbrück – das Schlussstatement hielt Angela Merkel. Beide hatten über die gesamte Sendezeit etwa denselben Anteil an Sprechzeit.

 


Das Thema EU – und Europa wurde in knapp sechs Prozent der Redezeit behandelt. Dabei betonte Angela Merkel, dass der Euro für Deutschland „wichtig und richtig“ sei – und das Deutschland insgesamt vom Euro sehr profitiere. Das Festhalten an der Gemeinschaftswährung läge im ureigensten Interesse der Bundesrepublik. Es sei nur vernünftig an der gemeinsamen Währung festzuhalten und Solidarität mit den schwächeren Staaten zu üben. Peer Steinbrück betonte die Fehler bei der Einführung des „Euro“ - und kritisierte die Flexibilisierung des Stabilitätspaktes als einen Fehler. In diesem Zusammenhang wurde von Peer Steinbrück auf die „falsche“ Sparpolitik der Bundesregierung hingewiesen, die schwache Staaten in eine Rezession dränge. Dem widersprach Merkel und verwies auf das „zarte Pflänzchen“ der ökonomischen Erholung in den Krisenstaaten. Beide vermieden jedoch von „Euro-Krise“ zu sprechen – und insbesondere Angela Merkel betonte die Leistung der Bundesregierung, die Deutschland aus der Finanzkrise heraus geführt habe. Dies könne Beispiel auch für die anderen Staaten in Europa sein. Von beiden wurde weniger der Begriff EU als Europa zur Thematik verwendet.

 


Insgesamt gab es bei diesem TV-Duell, dem einzigen der Spitzenkandidaten vor der Bundestagswahl 2013, keinen größeren Fauxpas. Allerdings verweigerte Peer Steinbrück die von Maybritt Illner, Anne Will und Stefan Raab gestellte Frage nach der Gerechtigkeit der Politikergehälter. Angela Merkel sagte auf die Fragen, ob die Politiker in Deutschland angemessen bezahlt würden ein kurzes klares „Ja“.

 


Unsicherheit zeigt Peer Steinbrück, als er zu den Pensionen und Renten Stellung beziehen sollte. Er trat für eine Überprüfung der Höhe und die Anpassung der Steigerungen an die Renten ein. Darauf konterte Merkel mit dem Verweis auf niedrige Pensionen, gerade bei Polizisten.

 


Bei der Frage nach der NSA bzw. „Snowden-Affäre“ sagte Steinrück, die Regierung Merkel würde den Schaden vom Deutschen Volke nicht abwenden. Dies sei Eid verletzend. Merkel betonte, dass auf deutschem Boden das deutsche Recht auch eingehalten würde, z.B. Email – die über ausländische Server laufen, aber nicht dem deutschen Recht unterlägen.

 


Diese beiden Aspekte, „NSA-Affäre“ und Pensions- bzw. Rentensicherung waren neben dem Mindestlohn, den Peer Steinbrück flächendeckend forderte – und Merkel den Tarifparteien überlassen wolle, die wesentlichen Kontrapunkte der Diskussion. Steinbrück sprach in diesem Zusammenhang von einen „Flickenteppich“ der Lohnzahlungen.

 


Die Moderatoren machten einen gut vorbereiteten Eindruck – und insbesondere Stefan Raab erzeugte durch seine humorvolle Art der Fragestellung, die gleichzeitig insistierend war, Interesse an der insgesamt eher „plätschernden“ Debatte. Dennoch konnten Höhepunkte ausgemacht werden, wenn es um Stabilität und Wirtschaft, Steuern und Finanzpolitik als auch um Sicherheitspolitik ging. Hier betonte insbesondere Merkel, dass ein Eingreifen in Syrien nur mit einem internationalen Mandat – aber ohne militärische Beteiligung Deutschlands, möglich sei– also nur im Rahmen der UN, EU oder der NATO. Peer Steinbrück schloss eine deutsche Beteiligung an militärischen Maßnahmen generell aus. Auch die Stellungnahme Angela Merkels zur Pkw-Maut, wobei sie von Peer Steinbrück aufgefordert wurde, hatte Brisanz. Angela Merkel sagte: „Mit mir wird es eine Pkw-Maut nicht geben“. Dies steht im Gegensatz zu den Ankündigungen des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofers, nur einen Koalitionsvertrag zu unterschreiben, bei dem eine derartige Maut Berücksichtigung findet.

 


Insgesamt sahen 17,5 Millionen Zuschauer die Debatte auf ARD, ZDF, Sat1 und RTL – geschätzt ein Viertel des Elektorats. In einer telefonischen Quick-Abfrage durch Infratest hielten 49% Peer Steinbrück für überzeugender, 44 Angela Merkel – bei etwas über 1000 befragten Zuschauern – die jedoch vorab über die Abfrage informiert waren – und also die Sendung aufmerksam verfolgten.

 


Bei den unentschlossenen Wählern lag Steinbrück mit 54% zu 35 % vorne. Für 59 Prozent der befragten Zuschauer wirkte Merkel sympathischer, Steinbrück aber offensiver (aggressiv). Insgesamt hatten 41 % ihre Meinung über die Kandidaten bestätigt gesehen, 10 Prozent hätten ihrer Meinung geändert und – für 47 % habe die Debatte nach Selbstauskunft keinen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung.

 


Die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) sah hingegen Merkel gegenüber 40% und Steinbrück mit 33 Prozent vorn. Im Morgenmagazin MoMa von ARD und ZDF am 2. September 2013, wurde nach einer Internetanalyse bestätigt, dass über Angela Merkel am meisten „gezwitschert“ wurde, und die Häufigkeit der „Tweets“ bei Fragen von Stefan Raab sich mehrten. Es bildete sich ein eigener „Twitter-Account“ zur Halskette von Angela Merkel in weiß-scharz--gold-rot-weiß, der am frühen Nachmittag des 02. September 2013 über 10.000 „Follower“ hatte.

 


Das Monheimer Institut für psychologische-empirische Forschung berichtete im MoMa von 20 befragten Studenten, die während der Sendung über einen Regler ihre Zustimmung zu Äußerungen der Kandidaten kund tuen konnten. Hierbei zeigte sich nach Aussagen des Institutsleiters Wolfgang Schlünzen (MOMA- 02. September 2013) – das Steinbrück vor allem durch seine Klarheit und Deutlichkeit punkten konnte. Je klarer die Aussage, desto stärker wurde auch die Zustimmung. Die vorherigen Ansichten der Probanden sind jedoch weitestgehend durch die Debatte nicht beeinflusst worden, sondern wurden eher verstärkt.

 


Insgesamt lassen die Einschätzungen zu der Fernsehdebatte die Vermutung plausible erscheinen, dass vorhandene Ansichten verstärkt und dass eigene Klientel an Wähler motiviert wurde. Allerdings wurden und werden infolgedessen auch Unentschlossene Grundlagen für ihre Meinungsbildung haben – und motiviert werden, zur Wahl zu gehen. Dies betrifft Erstwähler eher als Nichtwähler und Politikverdrossene, deren ablehnende Haltung zur Politik sich auch durch die Fernsehdebatte nicht ändern durfte – eher durch persönliche Erfahrung mit Politikern vor Ort – also im unmittelbaren Kontakt.

 


Durch das Szenario des Fernsehduells mit vier fragenden Moderatoren reagierten die „Rivalen“ v.a. auf die für nach dem Publikumsinteresse unterstellten Themen Finanzen, Löhne, Netz-Sicherheit, Familie, hier: Kita und Betreuung und weniger Euro und internationale Sicherheit im Sinne der Friedenserhaltung.

 


Es ist schon bemerkenswert, aber bei einer Bundestagswahl nicht überraschend, dass alle Themen aus nationaler Perspektive betrachtet und diskutiert wurden – und dass dies der Wichtung der Themen in den untersuchten Internetauftritten der Wochzeitungen hier entspricht: - es werden vor allem die Themen Gesellschaft und Soziales im Sinne von Stabilität und Sicherheit aus deutscher Perspektive diskutiert. Dies wirft einen Blick auf den an sich konservativen politischen Diskurs über alle Medien und Parteien hinweg – man könnte auch sagen „Deutschland betreibt hier eine Nabelschau.“

 

 


 

Debatte der Kleinen:


Am 3. September 2013 konnten dann die „Kleinen“ Parteien in einer TV-Debatte Stellung nehmen. Um 20:15 befragen Sigmund Gottlieb vom und Jörg Schönenborn in der ARD Gregor Gysi von „Die Linke“, Jürgen Trittin von den „Grünen“ und Rainer Brüderle von den „Liberalen / FDP. Die AfD und die Piraten waren nicht vertreten. Die wesentlichen Themen, an denen sich die Gemüter erhitzten waren neben den traditionellen der FDP: -den Steuern, der Grünen: -die Umweltpolitik – und den Löhnen: – die Soziale Gerechtigkeit, bei den Linken, die Debatte um die Finanzpolitik, insbesondere in Bezug auf den Euro – die auf alle Themenbereiche durchschlug. Dabei war die Kontroverse hitzig und die „Gladiatoren“ erregt – fielen einander ins Wort, ließen den Moderatoren kaum Chance, die Fragen ausführlich zu stellen.

 


Gregor Gysi punktete vor allem mit dem ständigen Hinweis auf die Gerechtigkeitslücke in der wirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung. Die Gesellschaft desintegriere, die Schere zwischen Arm und Reich klaffe immer weiter auseinander – und deswegen müsse es eine Steuer für Millionäre geben. Dass dieses Argument auch bei Jürgen Trittin Anklang fand, ist kaum verwunderlich. Er beklagte aber vor allem, dass Fehler in der Umsetzung der von Rot-Grün eingeleiteten Politik bei der Energiewende – Ursache für die Kostensteigrungen sei beispielsweise die Energieumlage, die die Stromkosten insgesamt bis auf 6 Cent pro Kilowattstunde erhöhen könnte, wenn der aktuelle Umstrukturierungsprozess zur Windenergie andauere. Gysi forderte zudem einen Staffeltarif für Energiekosten – der einen Sockelverbrauch pro Kopf kostenfrei lassen, denn jedoch die Kosten mit dem Verbrauch etwa proportional steigen sollten.

 


Trittin benutzte als Erster in der Runde den Begriff „Euro-Krise“ - womit er sehr polemisierte, aber er forderte auch europäische Solidarität. Rainer Brüderle sagte, dass Griechenland Fortschritte gemacht habe, das es aber wirtschaftliche Impulse bräuchte, vor allem hinsichtlich der Infrastruktur brauchte es Hilfe, womit er wohl auch die Funktionalität der griechischen Administration meinte. Brüderle kritisierte zudem die Entscheidungsprozesse der EZB – in der ein Staat wie Malta dasselbe Stimmengewicht habe wie Deutschland. Aber die Schulden der europäischen Südstaaten dürften nicht durch Eurobonds verallgemeinert werden, eine politische Absicht, die Brüderle Trittin unterstellte – und dieser zurückwies. Die Politik der schwarz-gelben Koalition habe Deutschland aus der Finanzkrise herausgeführt,, meinte Brüderle- und in diesem Sinne weiter: Armut in Deutschland könne durch eine leistungsbezogene Rente und einen leistungsbezogenen Lohn vermieden werden – vor allem sei es aber besser, wenn jemand arbeite und wenigsten etwas Geld dafür bekäme, als wenn er ganz von staatlichen Zuwendungen abhängig sei. Zudem habe die Regierung 260 Milliarden in Forschung und Bildung investiert und finanzielle Sonderaufgaben erfüllen müssen, so Brüderle.

 


Gregor Gysi entgegnete dem Vorschlag der Leistungsrente mit dem einen bedingungslosen Grundeinkommen – zudem müsse die Steuerprogression derart bereinigt werden, dass neben höheren Steuern für Millionäre auch der gesamte Mittelstandsbauch geglättet werden müsse – also die hohen Steuern für Handwerk, Dienstleistung und Produktion der kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesem Bereich sollten gesenkt werden. Denn der Staat habe in den letzen vier Jahren 100 Milliarden mehr ausgegeben – als er hatte – trotz sprudelnder Steuereinnahmen, so Trittin und weiter: „Es darf keine Sofa-Melker mehr geben“, womit er sich auf diejenigen Landwirte bezog, die zwar keine Kuh im Stall hatten – aber eine Milchquote. Trittin forderte mit dieser plakativen Polemik den Abbau unsinniger Subventionen, womit man in Deutschland über 100 Milliarden Euro sparen könne. Zudem führe die Sparpolitik zur Rezession in ganz Europa – und die 27% der Bürgschaften, die Deutschland in den Hilfspakten übernommen haben – würden wohl zur Auszahlung kommen, meinte auch Gregor Gysi.

 


Auf die internationalen und europäischen Steueroasen wurde allerdings nicht besonders eingegangen – die dem europäischen Fiskus Mindereinnahmen von 1.000.000.000.000 – in Worten: Eine-Billionen-Euro – verursachen.

 

Es muss bei allem auf die psychologische Dimension der Schuldenproblematik hingewiesen werden, denn neben und als Folge einer realen, d.h. materiellen Rezession, stellt sich schnell eine psychische Depression ein – die sich aus Überlastung und Komplex zusammenbaut: Ein Teufelskreis – der sicherlich von allen Kombattanten der TV-Duelle gesehen werden sollte. Wer nicht froh ist, kann nicht froh schaffen – in Griechenland – wie in Deutschland.

 

-kpg-03/09/13-

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Europäische Tage des Denkmals

50 Länder öffnen den Zugang zu historischen Sehenswürdigkeiten

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Im September genießen Millionen von Menschen freien Zugang zu Tausenden von selten geöffneten historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten in 50 Ländern, und dies im Rahmen der jährlich stattfindenden Europäischen Tage des Denkmals, einer gemeinsamen Initiative der Europäischen Kommission und des Europarats. Die Europäischen Tage des Denkmals 2013 werden morgen (am 30. August) in Jerewan, Armenien, offiziell eröffnet; das Land führt derzeit den Vorsitz im Ministerkomitee des Europarats. Auch eine neue interaktive Website wird an diesem Tag freigeschaltet: Sie bietet detaillierte Informationen zu den geöffneten Sehenswürdigkeiten sowie zu den Sonderveranstaltungen, die die einzelnen Länder anlässlich der Tage des Denkmals ausrichten.


 

Wie gewohnt bieten auch die diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals eine reiche und vielfältige Auswahl an faszinierenden Sehenswürdigkeiten und Ereignissen, die die Geschichte lebendig werden lassen. In Nordirland beispielsweise werden die Besucher auf eine imaginäre Reise zu einem mittelalterlichen Kampf eingeladen, wobei sie „das Heft eines Schwertes und das Gewicht eines Kettenhemds sowie das Klicken des Visiers am Helm“ spüren. „Macht & Pracht“ lautet das Thema in den Niederlanden, wo die Besucher 400 Jahre Geschichte erleben dürfen. Die „Treffpunkte“ in Schweden bieten eine emotionale Reise zu Orten der Begegnung und des Aufbruchs über die Jahrhunderte, während die Schweiz das Landschaftserbe durch den Themenkreis von „Feuer Licht Energie“ beleuchten wird.


 

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, kommentierte: „Die Europäischen Tage des Denkmals sind eine fantastische Initiative, an der sich Menschen jeden Alters und Hintergrunds erfreuen können. Wir erwarten, dass in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Erwachsene und Kinder diese besondere Gelegenheit nutzen werden, um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind. Auf diese wunderbare Art können wir dafür sorgen, dass unser gemeinsames europäisches Erbe wertgeschätzt und für kommende Generationen erhalten wird, und gleichzeitig den lokalen Gemeinden etwas Gutes tun durch mehr Tourismus.“


 

Gabriella Battaini-Dragoni, stellvertretende Generalsekretärin des Europarats, fügte hinzu: „Der Erfolg der Europäischen Tage des Denkmals rührt daher, dass diese Initiative auf lokaler Ebene von städtischen und regionalen Gemeinschaften getragen wird. Jedes Jahr werden Gemeinden in ganz Europa Teil einer großen Kulturfamilie, die ihr überreiches Kulturerbe feiert.“


 

Hintergrund der Europäischen Tage des Denkmals

 

Die erstmals 1985 veranstalteten Europäischen Tage des Denkmals finden seit 1999 als gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und des Europarats statt. Die 50 Unterzeichnerstaaten des Europäischen Kulturabkommens beteiligen sich an den Europäischen Tagen des Denkmals. Zwar rücken die Kulturveranstaltungen lokale Fertigkeiten und Traditionen, Architektur und Kunst in den Vordergrund, doch ist ihr wichtigstes Ziel, dass die Menschen einander kennen und verstehen lernen.


 

Mehr zum Thema

 

Veranstaltungsprogramm


Quelle: EU

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Gedenktag an die Toten in totalitären Regimen

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Gedenken im Hof des Museums der Genozidopfer in Vilnus

Kein Opfer ist jemals vergessen

Am Vorabend des europäischen Gedenktages für die Opfer der totalitären Regime, am 22. August, fand im Hof des Museums der Genozidopfer eine Zeremonie des Kerzenanzündens statt, während dieser Zeremonie hat der Außenminister Linas Linkevičius unterstrichen, wie wichtig es ist, an die Opfer immer zu erinnern, um Repressionen in der Zukunft vorzubeugen. „Es ist wichtig den Qualen der Verstorbenen einen größeren Sinn zu verleihen und auf diese Art und Weise den Repressionen von grausamen Regimen in der Zukunft sowohl in Europa als auch im Rest der Welt vorzubeugen. Das ist besonders relevant für die junge Generation. Diese Kerzen zeigen unseren festen Glauben an die Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“, sagte L. Linkevičius.

Während der Zeremonie haben der Abgeordnete des Europäischen Parlamentes Vytautas Landsbergis, der litauische Justizminister Juozas Bernatonis, der ungarische Vize-Premier Tibor Navracsics, der estnische Justizminister Hanno Peykur das Wort ergriffen.

Heute, am 23. August, wird in Vilnius der für ganz Europa bestimmter Gedenktag für die Opfer der totalitären Regime veranstaltet, in der Gedenkstätte des Parks von Tuskulenai werden weitere Gedenkveranstaltungen stattfinden: die Ausstellung „Totalitarismus in Europa“ wird eröffnet, die Jugendkonferenz findet statt, die das Wissen der jungen Menschen über das europäische Gedächtnis vertiefen soll.   

An den Veranstaltungen, die gemeinsam von dem Außenministerium, dem Justizministerium und dem Forschungszentrum für litauische Genozidopfer und Resistenz organisiert werden, werden Teilnehmer aus Litauen, Ungarn, Lettland, Estland, Polen, Tschechien, Kroatien, Rumänien, Zypern,  Spanien, Österreich und den Niederlanden erwartet.
 
Nach der Konferenz werden die Vertreter der europäischen Jugend „den Spuren der Deportationen und Resistenz“ folgen und gedenkträchtige Orte in Vilnius und im Umkreis von Druskininkai besuchen.

 

Quelle: EU-Ratspräsidentschaft

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Dialekte beleben digitale Kommunikation

Elemente in Chats und Jugendsprache als Zeichen sozialer Nähe beliebt

Osnabrück. Erstaunliche Wendung: Sprachwissenschaftler stellen fest, dass ausgerechnet die digitale Kommunikation der plattdeutschen Mundart wieder zu einer stärkeren Verbreitung verhilft. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte der Leiter des Centrums für Niederdeutsch an der Universität Münster, Hermann Spiekermann, "Untersuchungen zeigen, dass in Chats plötzlich wieder Plattdeutsch vorkommt". Der Professor erklärte dies damit, dass Dialekte immer dann eine besondere Bedeutung hätten, wenn Gesprächspartner sich sehr gut kennen und in einer sozialen Nähe befinden würden. Dies sei bei vielen digitalen Kommunikationsformen und sozialen Netzwerken dezidiert der Fall. "Wenn ich dagegen Standarddeutsch oder Hochdeutsch spreche, ist immer eine Distanz da", sagte Spiekermann.

 

Dialektwörter oder Dialektformen hielten inzwischen in die allgemeine Jugendsprache Einzug. Auch das Prestige des Plattdeutschen steige. Früher habe man noch befürchtet, dass Kinder in der Schule Nachteile haben könnten. "Inzwischen ist es wissenschaftlich belegt, dass durch die Mehrsprachigkeit bestimmte Strukturen im Gehirn aufgebaut werden, die für das Erlernen weiterer Fremdsprachen sogar vorteilhaft sind", sagte der Experte. Außerdem gehöre Plattdeutsch zum kulturellen Erbe Norddeutschlands. "Das sollten wir nicht verloren gehen lassen." Die Zahl der Sprecher liege bei geschätzten fünf Millionen Menschen.

 

Quelle: http://www.noz.de

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Geschichtsstunde mit Angela Merkel zum 52. Jahrestag des Mauerbaus in Deutschland

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Berliner Heinrich-Schliemann-Gymnasium eine "Vertretungsstunde" im Fach Geschichte gegeben. Thema war der 52. Jahrestag des Mauerbaus. 

Merkel erinnerte in einer Geschichtsstunde der 12. Klasse an den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961. Mit diesem Unterrichtsthema wollte die Bundeskanzlerin das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für die Freiheits- und Demokratietraditionen der deutschen Geschichte stärken.

Vor Beginn des Unterrichts sagte sie: "Für mich ist es ganz spannend, dass aus dem eigenen Erleben plötzlich für die Jüngeren, die jetzt den Unterricht bekommen, schon Geschichte geworden ist."

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Die Bundeskanzlerin als "Vertretungslehrerin" Foto: Bundesregierung/Kugler

Die Kanzlerin hat schon mehrfach mit Schülern diskutiert, aber noch nie in einer Schule Unterricht gehalten. "Ich habe mich noch einmal ein bisschen geschichtlich sattelfest gemacht", erklärte sie. Es sei ein Unterschied, ob man über persönliches Erleben berichte oder Fakten weitergebe.

Die Vertretungsstunde ist eine Aktion des Jugendmagazins "SPIESSER", bei der eine prominente Persönlichkeit eine 45-minütige Unterrichtseinheit in einem Fach ihrer Wahl vor einer Schulklasse hält. "SPIESSER" hatte die Bundeskanzlerin eingeladen, nachdem Leserinnen und Leser sie sich in einer Umfrage als "Vertretungslehrerin" gewünscht hatten.

 

Quelle:BPA

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Kampf den Produktfälschungen - bei Alkohol

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EU und China intensivieren Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Handels mit gefälschten alkoholischen Getränken

Der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dacian Cioloș, und der Minister der chinesischen Behörde für Qualitätsüberwachung, Inspektion und Quarantäne, Zhi Shuping, unterzeichneten heute in Peking eine Absichtserklärung über die Bekämpfung des Handels mit gefälschten alkoholischen Getränken. In dem Dokument heißt es, dass beide Vertragsparteien die wachsende Bedeutung des bilateralen Handels mit alkoholischen Getränken anerkennen, sich der Bedeutung der Herkunftsfeststellung bewusst sind und die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Produktfälschungen in diesem Sektor sehen.

Dies ist ein Schritt hin zu einer effizienteren Zusammenarbeit zwischen der EU und China bei der Bekämpfung von Produktfälschungen im Wein- und Spirituosensektor, der positive Auswirkungen bei wirtschaftlichen und handelspolitischen Aspekten, aber auch im Hinblick auf die öffentliche Gesundheit und die Lebensmittelsicherheit haben wird. Damit werden Vorteile nicht nur für die Hersteller, sondern auch für die chinesischen Verbraucher verbunden sein, die auch weiterhin in den Genuss sicherer, vielfältiger und hochwertiger Produkte kommen, “ erklärte EU-Kommissar Cioloș nach der Unterzeichnung des Dokuments.

Laut Absichtserklärung sind die beiden Vertragsparteien entschlossen, ihren Dialog im Rahmen der umfassenden strategischen Partnerschaft EU-China zu intensivieren und

  • einschlägige Informationen über den Handel mit diesen gefälschten Produkten auszutauschen, damit sie in ihrem Zuständigkeitsbereich wirksame Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen können,

  • Fälschungspraktiken, einschließlich der Fälschung von Ursprungszeugnissen, Herkunftszeichen oder ähnlichen Begleitdokumenten, im Territorium der EU und Chinas aufzuspüren und

  • Maßnahmen zu ermitteln, die am besten geeignet sind, Abhilfe gegen diese Praktiken zu schaffen, wozu auch gehört, dass Möglichkeiten geprüft werden wie die Einführung zweckmäßiger Systeme für die Kontrolle und Rückverfolgbarkeit, das Organisieren von Schulungen und Seminaren zu Themen wie Kontrolle und Rückverfolgbarkeit, sowie die Anwendung von Nachweismethoden und die Authentifizierung durch Laboranalysen.

Die derzeitige Arbeitsgruppe für alkoholische Getränke, die die Mechanismen der Zusammenarbeit beaufsichtigen und lenken wird, konnte bestehende EU-China-Förderprogramme ausfindig machen, die für die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen und Schulungsmaßnahmen herangezogen werden könnten.

 

Quelle: EU

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Die Bundesnetzagentur soll ihren Vorschlag zu den Festnetz-Zustellungsentgelten ändern oder zurückzuziehen.

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Das hat die Europäische Kommission heute (Donnerstag) erneut gefordert.


Die Regulierungsstellen der anderen EU-Mitgliedstaaten unterstützen den Standpunkt der EU-Kommission. Die deutsche Regulierungsbehörde soll ihre vorgeschlagene Berechnungsmethode korrigieren, weil  die Entgelte ansonsten auf das Dreifache des EU-Durchschnitts steigen würden. Kommt die Bundesnetzagentur dieser Aufforderung nicht nach, erwägt die EU-Kommission geeignete rechtliche Schritte.

„Nach dem EU-Telekommunikationsrecht sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Interessen der Verbraucher in der EU zu schützen und den Binnenmarkt voranzubringen“, so Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission. „Ein Konzept zur Festlegung von Anrufzustellungsentgelten, das diesen Grundsätzen und Zielen entgegensteht, kann ich nicht gutheißen.“
Zustellungsentgelte sind Tarife, die Telekommunikationsnetzbetreiber sich gegenseitig für die Anrufzustellung zwischen ihren Netzen in Rechnung stellen. Diese Kosten werden über die Gesprächstarife letztlich an Verbraucher und Unternehmen auf der Endkundenebene weitergegeben.

 

Quelle: EU

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EU-Kommission: "Made in Germany" nicht in Gefahr

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09.08.2013 Die Europäische Kommission weist Berichte über angeblich von ihr geplante Einschränkungen bei der Verwendung des "Made in Germany"-Labels zurück.

Weder will die Kommission die Herkunftsbezeichnung abschaffen noch erschweren.

Im Gegenteil: Durch die im Februar vorgelegten Vorschläge zur Produktsicherheit wird das Label "Made in Deutschland" gestärkt und in der gesamten EU rechtlich besser geschützt. In dem Gesetzespaket heißt es dazu: "Bei Produkten, die in der EU hergestellt worden sind, ist als Ursprung entweder die EU oder ein bestimmter Mitgliedstaat anzugeben." (Artikel 7, Verordnungsentwurf über die Sicherheit von Verbraucherprodukten). 

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Genauer: die Herkunft eines Produktes ist das Land, wo die letzte wesentliche, wirtschaftlich gerechtfertigte Be- und Verarbeitung stattfindet. Eine Tasche, die also in Deutschland aus importiertem Leder zu einer fertigen Tasche verarbeitet wird, gilt dann als "Made in Germany". Die Vorschläge der Kommision sollen also sicherstellen, dass ein Produkt "Made in Germany" auch wirklich in Deutschland produziert worden ist.

Zurzeit gibt es kaum gemeinsame Regeln zur Herkunftskennzeichnung, so dass Unternehmen als Herstellungsort ihres Produkts angeben können, was sie wollen. Aber Unternehmen, die in der EU produzieren, sollten ihre Kunden über die Herkunft ihrer Produkte informieren können und gegen falsche Herkunftsangaben ihrer Wettbewerber geschützt sein.  Deutschland hat keine bindende Gesetzgebung zur Nutzung von "Made in Germany". Die Verantwortung liegt zurzeit bei den Herstellern. Das OLG Düsseldorf hat aber 2011 ausgeführt dass Kunden erwarten dass mit „Made in Germany“ und „Produziert in Deutschland“ gekennzeichneten Waren maßgeblich in Deutschland hergestellt werden.  Die Vorschläge der Kommission sind in diesem Sinne. 

Herkunftskennzeichnung war schon immer ein schwieriges Thema im Binnenmarkt. Viele Mitgliedstaaten haben versucht, Regeln zur nationalen Herkunftskennzeichnung einzuführen. Von daher gibt es einen klaren Bedarf seitens der Mitgliedstaaten, die Herkunftsbezeichnung klar zu regeln. Auch das Europäische Parlament hatte eine Gesetzesinitiative zum Thema Herkunftsbezeichnung gefordert. Außerdem führt das Fehlen von Regeln zu vielen Missbräuchen im Binnenmarkt.

Der Vorschlag ist eine praktische Lösung für ein schwieriges Problem. Er wird nationale Hindernisse unterbinden, die auf unterschiedlichen Regeln zur Herkunftsbezeichnung herrühren, und schützt Unternehmen vor unlauterem Wettbewerb. Der Vorschlag wird keine Zusatzkosten für Unternehmen zur Folge haben und ist frei von zusätzlichen Bürokratiekosten. Und Qualitätskennzeichnung fällt nicht in den Wirkungsbereich des Vorschlags. Der Vorschlag betrifft nur reine Verbraucherprodukte.

 

Quelle: EU

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Europäische Union gibt Kürzungen der Fangquoten für 2013 bekannt

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Die Europäische Kommission hat heute angekündigt, für 2013 die Fangquoten der Mitgliedstaaten zu kürzen, die erklärt haben, ihre Quoten im Jahr 2012 überschritten zu haben. Durch diese jährlich erfolgenden Kürzungen kann die Kommission die Schäden, die den im Vorjahr überfischten Beständen zugefügt wurden, umgehend ausgleichen und eine nachhaltige Nutzung gemeinsamer Fischereiressourcen durch die Mitgliedstaaten gewähr­leisten.

Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte: „Da wir nun an der Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik arbeiten, geht es uns vorrangig darum, die Vorschriften strikt und gerecht durchzusetzen. Ich stelle fest, dass die Überfischung im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist, und setze mich dafür ein, diesen Trend längerfristig fortzusetzen. Dies wird Teil unserer stetigen Bemühungen um die Durchsetzung von Kontrollvorschriften sein, die von entscheidender Bedeutung sind, um eine Ende der Überfischung und die langfristige Nachhaltigkeit unserer Bestände zu erreichen.“

Quotenkürzungen werden an denselben Beständen vorgenommen, die im Vorjahr überfischt wurden, wobei zusätzliche Abzüge für kontinuierliche Überfischung, eine Überfischung von mehr als 5 % oder die Überfischung eines Bestands, für den ein Mehrjahresplan gilt, erfolgen.

Sollte ein Mitgliedstaat jedoch über keine Quote zum Ausgleich für die Überfischung verfügen, so werden die entsprechenden Mengen von einem anderen Bestand in demselben geografischen Gebiet abgezogen. Dabei wird berücksichtigt, dass es Rückwürfe in gemischten Fischereien zu vermeiden gilt. Die Kürzungen bei anderen Beständen werden in Absprache mit den betreffenden Mitgliedstaaten beschlossen und später in diesem Jahr in einer separaten Verordnung veröffentlicht.

Hintergrund

Rechtsgrundlage für die Kürzungen ist die Verordnung (EG) Nr. 1224/2009. Darin wird die Kommission ermächtigt, Abzüge von künftigen Quoten der Mitgliedstaaten vorzunehmen, die ihre Quoten überfischt haben. Um die Nachhaltigkeit der Bestände sicherzustellen, werden dabei bestimmte Multiplikationsfaktoren gemäß Artikel 105 Absätze 2 und 3 der Verordnung angewendet.

 

Quelle: EU

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Keine Strafzölle im Solar-Streit mit China

Die Europäische Kommission ergreift keine vorläufigen Maßnahmen im Verfahren gegen die Einfuhr subventionierter Sonnenkollektoren, Zellen und Wafer aus der Volksrepublik China. Die am 8. November 2012 auf Veranlassung des betroffenen Wirtschaftszweigs der Union eingeleitete Antisubventionsuntersuchung der EU läuft parallel zu der entsprechenden Antidumpinguntersuchung. Die Europäische Kommission kann binnen 9 Monaten beschließen, vorläufige Ausgleichszölle einzuführen. Im jetzigen Fall führt die Kommission keine vorläufigen Maßnahmen ein; gleichwohl setzt sie die Untersuchung aktiv fort, um bis zum Ende dieses Jahres zu endgültigen Feststellungen zu gelangen.

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Fotoquelle: EU

Da eine etwaige Schädigung des Wirtschaftszweigs der Union bereits in der Vorphase durch die vorläufigen Antidumpingmaßnahmen gegen die betreffende Ware und die diesbezügliche Preisverpflichtung der chinesischen Ausführer ausgeschlossen wurde, wird der Schutz des Wirtschaftszweigs der Union vor unfairen Handelspraktiken durch den jetzigen Beschluss nicht beeinträchtigt. Der Verzicht auf vorläufige Antisubventionsmaßnahmen greift einem etwaigen späteren Beschluss im Rahmen der endgültigen Sachaufklärung allerdings nicht vor.

Hintergrund

Die Kommission ist von Rechts wegen verpflichtet, eine Untersuchung einzuleiten, wenn ein Wirtschaftszweig der Union einen zulässigen Antrag stellt und Beweise dafür vorlegt, dass eine aus einem oder mehreren Ländern ausgeführte Ware subventioniert und der Wirtschaftszweig infolgedessen geschädigt wird. Ein derartiger Antrag wurde im letzten Jahr von der europäischen Solarbranche gegen die Einfuhren von Solarpaneelen, Zellen und Wafern aus China gestellt. Daraufhin kam die Kommission ihrer Pflicht nach und leitete am 8. November 2012 eine Antisubventionsuntersuchung ein. Nach den EU-Regeln und den WTO-Regeln ist die Einleitung und Durchführung paralleler Antidumping- und Antisubventionsuntersuchungen zur selben Ware zulässig.

Die parallele Antidumpinguntersuchung und die Preisverpflichtung der chinesischen Ausführer

In der parallel laufenden Antidumpinguntersuchung wurden am 5. Juni 2013 vorläufige Zölle eingeführt. Die Untersuchung wird trotz der Preisverpflichtung der chinesischen ausführenden Unternehmen, die am 2. August von der Europäischen Kommission akzeptiert worden war, weitergeführt. Die Sachverständigen befassen sich nun intensiv mit den Stellungnahmen und Beiträgen, die im Rahmen der Untersuchung nach der Einführung der vorläufigen Maßnahmen bei der Kommission eingingen. Die am 27. Juli 2013 angekündigte Preisverpflichtungsvereinbarung geht auf die vorläufigen Maßnahmen zur Einführung von Antidumpingzöllen zurück. Die Preisverpflichtung trat am 6. August in Kraft. Die Kommission erklärte sich bereit, das Nötige zu tun, um die Antisubventionsuntersuchung im endgültigen Stadium in die Preisverpflichtung einzubeziehen, falls dies gerechtfertigt ist.

Das weitere Vorgehen

Sobald die Kommission ihre Analysen sowohl im Antidumping– als auch im Antisubventionsverfahren abgeschlossen hat, wird sie alle interessierten Parteien über ihre Feststellungen unterrichten, damit sie dazu Stellung nehmen können. Nach umfassender Auswertung und Einschätzung der Stellungnahmen wird die Kommission ihre endgültigen Feststellungen aus den beiden Untersuchungen treffen. Die Frist für die Einführung endgültiger Zölle läuft in beiden Fällen am 5. Dezember 2013 aus.

Die Kommission führt derzeit auch eine Antidumping- und eine Antisubventionsuntersuchung zu den Einfuhren von Solarglas aus China durch. Solarglas ist ein Rohstoff, der zur Herstellung der aus China stammenden Solarpaneele eingesetzt wird. Die Solarglasuntersuchung ist aber ein eigenständiger Fall. Die Feststellungen in den Solarpaneeluntersuchungen haben darauf keinen Einfluss.

Weiterführende Informationen

Pressemitteilung vom 8. November 2012: Einfuhren von Solarpaneelen aus China – EU leitet Antisubventionsuntersuchung ein (MEMO/12/844)

Pressemitteilung vom 27. Juli 2013: Einvernehmliche Lösung im Solarpaneel-Fall zwischen der EU und China (MEMO/13/729)

Rede von EU-Handelskommissar Karel De Gucht zur einvernehmlichen Lösung im Solarpaneel-Fall zwischen der EU und China, 29. Juli 2013 (MEMO/13/730)

 

Quelle:EU

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EU fördert Filme beim 66. Festival von Locarno

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EU-Programme MEDIA und Kreatives Europa im Rampenlicht auf dem Filmfestival von Locarno

Auf dem 66. Internationalen Filmfestival im schweizerischen Locarno (7. bis 17. August) werden neun Filme gezeigt, die über das EU-Programm MEDIA gefördert wurden. Fünf davon nehmen am Wettbewerb teil und vier werden auf der 8000 Zuschauer fassenden Piazza Grande auf einer der größten Freiluft-Kinoleinwände weltweit gezeigt. Androulla Vassiliou, für das Programm MEDIA zuständiges Kommissionsmitglied, wird das Festival an diesem Wochenende besuchen. Höhepunkte in diesem Jahr werden unter anderem die Auftritte von Christopher Lee, Faye Dunaway, Anna Karina, Werner Herzog, Sergio Castellitto, Otar Iosseliani und Jacqueline Bisset sein, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet werden.

Das Programm MEDIA steht einmal mehr im Rampenlicht in Locarno, das seit jeher eine fantastische Plattform für den europäischen Film ist“, sagte Kommissarin Vassiliou und fügte hinzu: „MEDIA steht für eine starke europäische Filmindustrie und für kulturelle Vielfalt. Es freut mich ganz besonders, dass unsere talentiertesten Filmemacher auch in Zukunft über MEDIA gefördert werden, das ab nächstem Jahr Teil des neuen Programms Kreatives Europa sein wird.“

Etwa 150 000 Kinoliebhaber werden beim diesjährigen Festival erwartet, ebenso wie 3000 Fachbesucher aus der Welt des Films und fast 1000 Journalisten.

Über das Programm MEDIA werden neben den Festivalfilmen (siehe unten) auch die ‚Industry Days' des Festivals (10. und 11. August) und die Initiative ‚Step In‘ gefördert, die Produzenten, Agenten und Vertriebsfirmen, die auf Independent- und Arthouse-Filme spezialisiert sind, ein Forum für Austausch und Kontaktpflege bieten.

Locarno wird auch den nächsten PUENTES-Workshop ausrichten; diese Workshop-Reihe bringt Produzenten aus Europa und Lateinamerika mit Fachleuten, potenziellen Geldgebern, Agenten und Vertretern von Vertriebsfirmen beider Kontinente zusammen. Das PUENTES-Konzept wird über MEDIA Mundus, die internationale Version des Programms MEDIA, gefördert. Eines der Projekte, denen mit früheren PUENTES-Festivalworkshops der Boden bereitet wurde, ist Gloria, das neue spanisch-chilenische Drama von Sebastian Lelio, das auf der diesjährigen Berlinale mit einem silbernen Bären für die beste Darstellerin (Paulina García) ausgezeichnet wurde.

Hintergrund

Seit 1991 sind aus dem Programm MEDIA (Akronym für Mesures d'encouragement pour le développement de l'industrie audiovisuelle – Maßnahmen zur Förderung der audiovisuellen Industrie) 1,6 Mrd. EUR in die Entwicklung von Filmprojekten, Vertrieb, Aus- und Weiterbildung und Innovation investiert worden, um die Vielfalt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Filmbranche und der audiovisuellen Industrie in Europa zu steigern.

33 Länder nehmen gegenwärtig an MEDIA teil: die 28 EU-Staaten sowie die Schweiz, Island, Liechtenstein, Norwegen und seit Juli dieses Jahres auch Bosnien und Herzegowina.

Aus dem EU-Haushalt 2007-2013 sind 755 Mio. EUR an Fördermitteln über MEDIA vergeben worden. Etwa die Hälfte ist in die Förderung des Vertriebs ausländischer Filme in den teilnehmenden Ländern geflossen und ca. 20 % gingen an Produzenten und Regisseure für neue Filmprojekte. Mit den restlichen Mitteln sind Marketing und Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Filmschaffende unterstützt worden.

Produktionsfirmen, die für eine MEDIA-Förderung ausgewählt werden, erhalten im Durchschnitt einen Zuschuss von 50 000 EUR.

Über MEDIA Mundus wird seit 2008 die Zusammenarbeit zwischen europäischen Filmschaffenden und Partnern aus dem Rest der Welt gefördert. Für den Zeitraum 2011-2013 ist das Programm mit 15 Mio. EUR ausgestattet.

Kreatives Europa“ – die Zukunft des Programms MEDIA

2014 beginnt eine neue Ära für MEDIA und MEDIA Mundus, die dann Teil des Programms Kreatives Europa sein werden. Über dieses neue Programm werden weiter Zuschüsse gewährt für die Entwicklung von Filmprojekten, Aus- und Weiterbildung und Vertrieb, und es wird ein neuer Garantiefonds geschaffen, der der Kultur- und Kreativwirtschaft den Zugang zu Darlehen erleichtern soll. Der Gesamtetat für Kreatives Europa im Zeitraum 2014-2020 wird sich voraussichtlich auf rund 1,3 Mrd. EUR belaufen und damit fast 9 % höher sein als für die gegenwärtigen Programme MEDIA und Kultur. Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union müssen im kommenden Herbst noch ihre endgültige Zustimmung zu dem neuen Programm geben.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: MEDIA

 

Quelle: EU

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40 Millionen Produktfälschungen beschlagnahmt

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Nach dem Jahresbericht der Kommission über Zollmaßnahmen zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums beschlagnahmten die Zollbehörden der EU im Jahr 2012 nahezu 40 Millionen Produkte, bei denen eine Verletzung der Rechte des geistigen Eigentums vermutet wurde. Wenngleich niedriger als 2011, ist der Wert der abgefangenen Waren mit nahezu 1 Mrd. EUR nach wie vor hoch. Der heute vorgelegte Bericht enthält auch Statistiken über Art, Ursprung und Beförderungsmethoden gefälschter Waren, die an den Außengrenzen der EU beschlagnahmt wurden. Bei den zurückgehaltenen Waren handelte es sich zu einem großen Teil um Zigaretten (31 %), gefolgt von sonstigen Waren wie Flaschen, Lampen, Kleber, Batterien, Waschmittel (12 %) und Verpackungsmaterial (10 %). Rund 70 % der Zollinterventionen im Jahr 2012 betrafen nach wie vor Post- und Kurierpakete, wobei 23 % der Beschlagnahmen im Postverkehr mit Arzneimitteln erfolgten.

Algirdas Šemeta, EU-Kommissar für Steuern, Zoll, Statistik, Audit und Betrugsbekämpfung, erklärte: „Im Kampf gegen die Produktpiraterie, die den legalen Handel verdrängt, steht der Zoll in der EU an vorderster Front. Der heutige Bericht zeigt, wie intensiv und wichtig diese Arbeit ist. Ich werde mich im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, der Industrie und den Mitgliedstaaten noch stärker für den Schutz geistiger Eigentumsrechte in Europa einsetzen.

Was die Herkunft der gefälschten Produkte anbelangt, ist China nach wie vor Spitzenreiter. Bei bestimmten Produktkategorien standen jedoch andere Länder an erster Stelle, z. B. Marokko bei Lebensmitteln, Hongkong bei CDs/DVDs und anderen Tabakerzeugnissen (hauptsächlich elektronische Zigaretten und die dazugehörigen Füllflüssigkeiten) und Bulgarien bei Verpackungsmaterial. Ungefähr 90 % aller beschlagnahmten Produkte wurden entweder vernichtet oder es wurden Gerichtsverfahren angestrengt, um den Verstoß festzustellen.

Hintergrund

Wie in der EU-Strategie Europa 2020 hervorgehoben, ist der Schutz der Rechte des geistigen Eigentums ein Eckstein der EU-Wirtschaft und einer der Hauptmotoren für weiteres Wachstum in Bereichen wie Forschung, Innovation und Beschäftigung. Auch aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen ist die Sicherung dieser Rechte unerlässlich, da bestimmte Produktfälschungen (wie Lebensmittel, Körperpflegemittel und Kinderspielzeuge), die in einem unregulierten Umfeld hergestellt werden, den Bürger ernsthaft gefährden können.

Der europäische Zoll trägt in wesentlichem Maße dazu bei, die EU-Einfuhr von Produkten, bei denen der Verdacht besteht, dass sie gegen Rechte des geistigen Eigentums verstoßen, zu stoppen. Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht die Kommission einen Jahresbericht über die Tätigkeiten des Zolls auf dem Gebiet der Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte. Diese Berichte basieren auf Daten, die die nationalen Zollverwaltungen der Kommission übermitteln, und sind ein wertvolles Hilfsmittel für die Zollermittlungen der EU bei mutmaßlichen Verletzungen der geistigen Eigentumsrechte und für EU-Institutionen wie die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums.

Im Juni 2013 wurde eine neue Verordnung zur Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte durch die Zollbehörden angenommen (siehe MEMO/11/332und MEMO/13/527), die die Zollvorschriften zur Durchsetzung dieser Rechte verstärken wird.

Am 10. Dezember 2012 hat der Rat einen neuen EU- Zollaktionsplan für den Zeitraum 2013-2017 angenommen, um Verletzungen der Rechte des geistigen Eigentums zu bekämpfen (siehe MEMO/12/967). Dieser Aktionsplan verfolgt die folgenden strategischen Ziele:

  • Wirksame Durchführung und Überwachung der neuen Vorschriften der EU zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums durch die Zollbehörden;

  • Bekämpfung des Handels mit Waren, die Rechte des geistigen Eigentums verletzen, entlang der gesamten internationalen Versorgungskette;

  • Bekämpfung vorherrschender Trends beim Handel mit Waren, mit denen Rechte des geistigen Eigentums verletzt werden;

  • Stärkung der Zusammenarbeit mit der Europäischen Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums

  • und den Strafverfolgungsbehörden.

Für den vollständigen Bericht siehe:

http://ec.europa.eu/taxation_customs/customs/customs_controls/counterfeit_piracy/statistics/index_de.htm

Siehe auch MEMO/13/738

Quelle:EU

 

 

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Erzeugerpreise der Industrie in Europa stabil

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Der Erzeugerpreisindex der Industrie blieb im Juni 2013 im Vergleich zum Vormonat sowohl im Euroraum2 (ER17) als auch in der EU27 stabil, laut Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Im Mai fielen die Preise in beiden Gebieten um 0,3%.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise der Industrie im Juni 2013 im Euroraum um 0,3% und in der EU27 um 0,6%.

Monatliche Veränderungen

Im Vergleich zum Vormonat blieben die Erzeugerpreise in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor im Juni 2013 sowohl im Euroraum als auch in der EU27 stabil. In beiden Gebieten verringerten sich Vorleistungsgüter um 0,2%, Gebrauchsgüter blieben stabil und Verbrauchsgüter stiegen um 0,3% an. Die Preise im Energiesektor sowie für Investitionsgüter blieben im Euroraum stabil und nahmen in der EU27 um 0,1% zu.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, blieben die Preise in Deutschland, Spanien, Zypern, Rumänien, Slowenien und Finnland stabil. Die höchsten Anstiege des Gesamtindexes wurden in Estland (+6,7%), Dänemark (+0,5%), Italien und Malta (je +0,4%) verzeichnet und die stärksten Rückgänge in Litauen (-0,8%), den Niederlanden (-0,4%), Lettland, Österreich und dem Vereinigten Königreich (je -0,3%).

Jährliche Veränderungen

Im Vergleich zum Juni 2012 stiegen die Erzeugerpreise in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor im Juni 2013 im Euroraum um 0,6% und in der EU27 um 0,7%. Verbrauchsgüter erhöhten sich um 2,3% bzw. 2,4%. Gebrauchsgüter verteuerten sich im Euroraum um 0,7% und in der EU27 um 0,5%. In beiden Gebieten stiegen Investitionsgüter um 0,6% an, während Vorleistungsgüter um 0,4% fielen. Die Preise im Energiesektor verringerten sich im Euroraum um 0,6% und blieben in der EU27 stabil.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die höchsten Anstiege des Gesamtindexes in Estland (+14,2%), Rumänien (+4,9%) und Dänemark (+3,6%) verzeichnet und die stärksten Rückgänge in Zypern (-2,1%), Polen (-1,3%) und Schweden (-1,2%). -eurostat-

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Niedrige Zinsen und Freihandel fördern die Konjunktur in Europa und weltweit

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Der Rat der EZB hat bei seiner Sitzung am 1. August festgelegt, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,50 %, 1,00 % bzw. 0,00 % zu belassen. Das günstige Geld, bei einer Inflation von unter 2%, soll vor allem ein solides und stabiles Wachstum der Wirtschaft gewährleisten. Dahingegen würde eine Zinssteigerung zu einer Verknappung an vor allem auch liquiden Geldmittel mittelfristig führen - und das Konsumklima eintrüben.

Gerde in Deutschland wirkt das "billige" Geld positiv auf die Binnennachfrage. Eine Folge des stabilen Euro bei einem Stand von über 1,30 Dollar ist aber auch, dass Exporte realtiv teuer sind. Aus diesem Grunde sind bilaterale Handelsabkommen und die zügige Entwicklung einer transatlantischen Freihandelszone für Verbraucher und Industrie wünschenwert, damit Devisenwertdiskrepanzen weniger bedeutsam werden. Die Probleme in der Lebensmittel- und Agrarwirtschaft gerade bei einem Freihandel mit Übersee, bei denen es zwischen den USA und EU vor allem und Qualitätstandards geht - erscheinen jedoch lösbar - den Willen dazu vorausgesetzt. -kpg-

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The EU's bilateral trade and investment agreements – where are we?

Over the next years, 90% of world demand will be generated outside the EU. That is why it is a key priority for the EU to open up more market opportunities for European business by negotiating new Free Trade Agreements with key countries. If we were to complete all our current free trade talks tomorrow, we would add 2.2% to the EU's GDP or €275 billion. This is equivalent of adding a country as big as Austria or Denmark to the EU economy. In terms of employment, these agreements could generate 2.2 million new jobs or additional 1% of the EU total workforce. Below is an overview of the most important on-going and forthcoming free trade negotiations.

On-going negotiations

United States of America The first round of the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) talks took place in Washington, D.C. between 8 and 12 July 2013. Negotiating groups have set out respective approaches and ambitions in twenty various areas that the TTIP is set to cover, including those related to custom duties and technical standards for goods produced on both sides of Atlantic. The talks have been based on a thorough review of the stakeholders views expressed to date and have followed the negotiating guidelines the Member States gave to the European Commission beforehand (IP/13/548). Negotiators identified certain areas of convergence across various components of the negotiation and - in areas of divergence – begun to explore possibilities to bridge the gaps. The second round of negotiations will take place in October 2013, in Brussels.

The initiative of a transatlantic agreement is based on the recommendations of the EU-US High Level Working Group on Jobs and Growth that steered the deliberations on the future EU-US relations since late 2011. According to an independent study by the Centre for Economic Policy Research, London, an ambitious and comprehensive trans-Atlantic trade and investment partnership could bring the EU economic gains of €119 billion a year once the agreement is fully implemented. This would translate on average to an extra €545 in disposable income each year for a family of four in the EU (MEMO/13/211).

Japan – The EU and Japan launched negotiations for a free trade agreement in April 2013 (MEMO/13/348) and have held so far two rounds of talks. The second round of negotiations took place during the last week of June. Fourteen working groups focused on various parts of the negotiated text including trade in goods, services, investment, competition, government procurement and sustainable development. A further round will take place in Brussels on 21-25 October 2013.

Japan is the EU’s second biggest trading partner in Asia, after China. An FTA could increase EU GDP by 0.6% and boost EU exports to Japan by a third. 400,000 additional jobs are expected in the EU as a result of this deal.

The Commission is aware of concerns in some Member States and industry sectors, particularly as regards non-tariff barriers in Japan. This is exactly why the Commission agreed with Japan – even before potential negotiations started – that Europe could 'pull the plug' on negotiations after one year if Japan does not demonstrate that it is removing certain non-tariff barriers.

Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) – The EU negotiates currently with four countries of the ASEAN region. The negotiations for a Free Trade Agreement with Singapore, launched in 2010, concluded successfully in December last year (IP/12/1380) but the talks on investment protection that started only after the Lisbon Treaty entered into force giving the EU new competencies in this area are still on-going. The negotiations for a Free Trade Agreement continue also with Malaysia and Vietnam. Thailand started bilateral negotiations with the EU only in March this year (press release) and the second round of talks is now planned in Bangkok for September 2013.

The EU remains open to start negotiations with other ASEAN partners and hopes one day to integrate these deals into a global region-to-region trade agreement. As a whole, ASEAN represents the EU's 5th largest trading partner with €212.8 billion of trade in goods and services. The EU is by far the largest investor in ASEAN countries accounting for an average of 17.1% foreign direct investment share during the period 2009-2011.

Southern Mediterranean - The EU has completed so far two rounds of negotiations for a Deep and Comprehensive Free Trade Agreement (DCFTA) with Morocco. The deal should strengthen EU-Morocco trade relations and will build upon existing agreements, including the Association Agreement of 2000 and the agreement on agricultural, processed agricultural and fisheries products of 2012. Morocco is the first Mediterranean country to negotiate a comprehensive trade agreement with the EU. The Commission has also a mandate to start a similar process with Tunisia, Egypt and Jordan.

Canada - Negotiations for an EU-Canada Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) started in May 2009 and are now in their final leg. Canada is the EU's eleventh most important trading partner whereas the EU is Canada’s second-largest trading partner, after the United States. In 2012, the value of bilateral trade in goods between the EU and Canada was €61.7 billion. An economic study jointly released by the EU and Canada before the negotiations were started showed that a comprehensive trade agreement could increase their bilateral trade by another €25.7 billion.

IndiaSubstantive progress has been achieved since the beginning of the negotiations in 2007. Now both sides need to go the final mile to put the package together.  India combines a sizable and growing market of more than 1 billion people and is an important trading partner for the EU as well as an emerging global economic power.

Mercosur At the EU-Mercosur trade ministerial meeting held in Santiago on 26 January 2013, the EU and Mercosur agreed to exchange offers on customs duties and quotas not later than in the last quarter of 2013. So far, nine negotiating rounds held between the EU and Mercosur focused on trade rules other than direct market access issues.

Gulf Cooperation Council – Negotiations for a free trade agreement were suspended by the Gulf Cooperation Council in 2008. Informal contacts between negotiators continue to take place.

African, Caribbean and Pacific countries (ACP) – Economic Partnership Agreements (EPAs) are trade and development partnerships between the EU and African, Caribbean and Pacific countries (ACP), based on the Cotonou Agreement (2000). The aim is to consolidate free access to the EU market for products from our ACP partners, foster trade-related cooperation and promote investment.

EPA negotiations started in 2002 and have now been concluded with three regions, which have initialled (and then signed and ratified) an agreement: the Caribbean (CARIFORUM), the Pacific (the only country currently involved is Papua New Guinea), and Eastern and Southern Africa (ESA - Zimbabwe, Mauritius, Madagascar, the Seychelles). Negotiations are in a decisive phase in the Eastern African Community (EAC) and the Southern African Development Community (SADC) EPA Group. Progress is uneven in the rest of Sub-Saharan Africa.

From 15 to 19 July 2013, EU Trade Commissioner Karel De Gucht traveled to four African countries: Kenya (part of the EAC) and Namibia, Botswana and South Africa (members of the SADC). Commissioner De Gucht used this opportunity to discuss ways to strengthen trade and investment relations with the African regions, in particular through comprehensive trade and development partnerships.

The EU has eleven trade negotiations under way and several more trade and development negotiations (EPAs) ongoing.

Free Trade Agreements finished but not yet applied

Eastern Neighbourhood – The EU has recently concluded negotiations for a Deep and Comprehensive Free Trade Area (DCFTA) with Moldova, Armenia and Georgia. The DCFTAs are part of the Association Agreements with these three countries. The official initialing of the Association Agreements is planned for the Eastern Partnership Summit on 29 November 2013 in Vilnius.

The EU is the main trading partner for each the three countries. In 2011 trade with the EU represented more than 50% of total trade flows for Moldova, 32% of overall trade for Armenia and 26% for Georgia. The DCFTAs will provide for a significantly improved mutual access for goods and services between the EU and its eastern neighbours. Furthermore, they will ensure an open, stable and predictable legal environment for the benefit of businesses and consumers in Moldova, Armenia, Georgia and the EU.

Ukraine – The EU and Ukraine concluded the negotiations for a deep and comprehensive Free Trade Agreement (DCFTA) in December 2011. On 15 May 2013, the Commission adopted the proposals for Council decisions on the signing and provisional application of the EU-Ukraine Association Agreement, including its trade part (IP/13/436). The next step will be the signature of the Agreement by the Council, once the political conditions are met.

Singapore – The negotiations for a Free Trade Agreement (FTA) between the European Union and Singapore were concluded on 16 December 2012 (IP/12/1380). This agreement is the EU’s second ambitious agreement with a key Asian trading partner, after the EU-Korea FTA, and the first with a member of the 10-country Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Once fully implemented, the deal will open up markets on both sides in a number of sectors, including banking, insurance and other financial services industries. Both the EU and Singapore will now seek endorsement from their respective political authorities and envisage initialling the draft agreement in summer 2013. The procedures allowing the agreement to become effective are expected to be completed by the fall 2014. Singapore is the EU's largest trading partner in South-East Asia. EU-Singapore trade in goods and services each grew by roughly 40% between 2009 and 2011 (MEMO/12/993).

Central America (Costa Rica, El Salvador and Guatemala) - The Association Agreement between the European Union and Central America was approved by the European Parliament on 11 December 2012 (IP/12/1353) and will apply to EU relations with Honduras, Nicaragua and Panama as of 1 August 2013. The internal procedures necessary for the application of the agreement in other three countries of the region - Costa Rica, El Salvador and Guatemala - are in progress and are expected to be finalised in the near future.

Once the internal procedures are accomplished, this agreement will open up markets on both sides, helping to establish a stable business and investment environment and foster integration between the EU and the whole of the Central America. The agreement is also meant to reinforce economic integration between the members of the Central American region.

There are also five Economic Partnership Agreements with African, Caribbean and Pacific States that have been negotiated but they have not yet entered into force. These are Cote d'Ivoire, Cameroon, the Southern African Development Community, Ghana and the Eastern African Community.

The EU has finished negotiating eleven trade agreements that have yet to enter into force.

Forthcoming negotiations

Agreement on investment protection with China - On 23 May, the European Commission asked the Member States to authorise the opening of negotiations with China in the area of investment protection (IP/13/458). Both sides already expressed their interest in engaging in such negotiations when they met at the 14th EU-China Summit in February 2012. The draft negotiating directives for the EU-China investment negotiations are now being considered by the Council, whose green light is needed for the Commission to start the talks.

This is the first ever proposal for a stand-alone investment agreement since foreign direct investment became the exclusive competence of the EU under the Lisbon Treaty (December 2009). An EU-China investment agreement would streamline the existing bilateral investment protection agreements between China and most EU Member States into a single, coherent text.

Free Trade Agreements already in place

Colombia and Peru – The FTA with members of the Andean region, Colombia and Peru, has been provisionally applied with Peru since 1 March 2013 (IP/13/173) and with Colombia since 1 August 2013 (IP/13/749).

The EU is the second largest trading partner of the Andean region after the US.  It is expected that, once fully implemented, the deal with both Andean partners will result in total tariff saving for European and Andean companies of more than €500 million per year. The improved, more stable conditions for trade and investment are expected to boost trade and investment between the two regions. The aim of the agreement between the EU, Colombia and Peru is also to foster regional integration. Therefore, the door is still open for the other Andean countries – Ecuador and Bolivia – to enter into the partnership.

Central America (Honduras, Nicaragua and Panama) - The trade provisions of the Association Agreement between the European Union and Central America take effect as of 1 August 2013 (IP/13/758) as regards Honduras, Nicaragua and Panama. This is an important stepping stone in our relations with those three countries that also paves the way to a closer integration between the European Union and the whole of Central America.

The EU is Central America's second biggest trading partner. In 2012, the total trade flows in goods amounted to €14 billion, including almost €1.4 billion worth of trade with Honduras, €1.2 billion with Panama and €0.4 billion with Nicaragua. Benefits of the agreement will be particularly tangible for the Central America's economy that is expected to grow by over two and a half billion euros annually once the agreement applies to the entire region.

South Korea - This agreement has been the first of a new generation of free trade agreements that went further than ever before at lifting trade barriers and making it easier for European and Korean companies to do business together. As the FTA has lowered import tariffs for European products at the Korean border, it is estimated that in the first nine months EU firms have already made cash savings of €350 – from boosts in sales of European wine to high-quality fashion products (IP/12/708).

Mexico - Since the entry into force in October 2000 of this comprehensive Free Trade Agreement, total bilateral trade has doubled, passing from €21.7 billion in 2000 to €47.1 billion in 2012. On his recent visit to Mexico in November 2012, EU Trade Commissioner Karel De Gucht called for the current FTA to be upgraded (SPEECH/12/825).

South Africa - South Africa is the EU's largest trading partner in Africa. The Trade, Development and Co-operation Agreement, in force since 2000, established a free trade area that covers 90% of bilateral trade between the EU and South Africa. The liberalisation schedules were completed by 2012. South Africa is now involved in further negotiations with the EU as part of the South African Development Community (SADC).

Chile - The EU and Chile concluded an Association Agreement in 2002, which included a comprehensive Free Trade Agreement that entered into force in February 2003. The EU-Chile Free Trade Agreement is broad and comprehensive and covers all the areas of EU-Chile trade relations. EU is Chile's second largest source of imports, after the USA. The EU is also Chile's third largest export market, after the recent rise of China as an important export market for the EU.

On top of these "classic" free trade deals, Free Trade Agreements are a core component of many Association Agreements as well as Customs Unions (Andorra, San Marino, Turkey). Hence the EU also has free trade deals in force with a number of countries and territories in Europe (Faroe Islands, Norway, Iceland, Switzerland, the former Yugoslav Republic of Macedonia, Albania, Montenegro, Bosnia and Herzegovina, Serbia) and the Southern Mediterranean (Algeria, Egypt, Israel, Jordan, Lebanon, Morocco, Palestinian Authority, Syria, Tunisia) and three with African, Caribbean and Pacific countries (Caribbean, Pacific and Eastern and Southern Africa).

The EU therefore has 29 trade agreements already in place. This does not include Syria as the trade provisions are not applied.

Quelle: EU

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Immer mehr EU-Bürger nutzen WLAN

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Eine neue Untersuchung der Europäischen Kommission hat ergeben, dass immer mehr Menschen über Wi-Fi (auch „WLAN“ genannt) ins Internet gehen und dass dieser Trend anhalten wird. Im Jahr 2012 machten Wi-Fi-Verbindungen von Smartphones und Tablets in der EU 71 % des gesamten drahtlosen Datenverkehrs aus, und bis 2016 könnte diese Zahl auf 78 % ansteigen. Die überraschenden Ergebnisse zeigen, in welchem Maße sich das Verhalten der Verbraucher wegen der für sie geringeren Kosten der Wi-Fi-Hotspots verändert hat. Außerdem wird in der Studie die Empfehlung ausgesprochen, EU-weit zusätzliche Funkfrequenzen verfügbar zu machen, damit dieser steigenden Nachfrage entsprochen werden kann.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte dazu: „Wi-Fi hat einen riesigen Erfolg und ist für alle Beteiligten von Vorteil. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Europäische Kommission mit zusätzlichen Frequenzen und weniger Regulierung an einer Ausweitung der Wi-Fi-Nutzung mitwirkt.“

Mobilfunknetze der 3. und 4. Generation (3G/4G) sind für eine wirklich mobile Nutzung zwar unverzichtbar, derzeit sind die zum Betrieb dieser Netze notwendigen Frequenznutzungsrechte aber sehr teuer. Die Verbraucher müssen in 3G/4G-Netzen hohe Preise bezahlen (z. B. beim Roaming im Ausland), und in weiten Teilen Europas sind die Netze wegen mangelnder Frequenzzuteilungen heute bereits überlastet.

„Systeme, bei denen die Verbraucher ihr eigenes Wi-Fi-Netz mit anderen teilen, sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir alle gemeinsam ein besseres Internet für alle erreichen können. Alle Menschen in Europa sollten die Möglichkeit haben, ins Internet zu gelangen, auch wenn sie gerade nicht zu Hause oder am Arbeitsplatz sind“, sagte Neelie Kroes weiter.

Eine kombinierte Nutzung von Wi-Fi-Zugangspunkten und anderen kleinzelligen Funkinfrastrukturen, welche die herkömmlichen großzelligen Mobilfunk-Basisstationen ergänzen, können die bestehenden 3G/4G-Netze entlasten, indem sie Rückführungskapazitäten außerhalb dieser Netze bereitstellen, was sowohl für die Betreiber als auch für die Nutzer billiger ist. Dank eines breiteren Einsatzes solcher Technik könnten die Betreiber viele Millionen Euro einsparen, wenn sie ihre Netze ausbauen, um die Nachfrage ihrer Kunden zu decken. Die Verbraucher würden Geld sparen, wenn sie zu Wi-Fi wechseln, sobald sie sich in der Nähe eines Hotspots aufhalten, anstatt für Mobilfunk-Datenverkehr zu bezahlen. Kleine Funkzellen können auch die Reichweite der Netze erhöhen, beispielsweise an Orten mit schlechtem Empfang oder innerhalb großer Gebäude.

Die Studie empfiehlt:

  1. den Frequenzbereich 5150 MHz–5925 MHz allgemein für Wi-Fi bereitzustellen;

  2. das 2,6-GHz-Band und das 3,5-GHz-Band weiterhin vollständig für den mobilen Einsatz bereitzustellen und eine Konsultation zu den künftigen Lizenzbedingungen für das 3,5-GHz-Band sowie über weitere neue lizenzpflichtige Mobilfunk-Frequenzen durchzuführen;

  3. die Verwaltungslasten im Zusammenhang mit dem Aufbau von Entlastungsdiensten und ‑netzen an öffentlichen Orten zu verringern.

Hintergrund

Wi-Fi ist die zu Hause und am Arbeitsplatz am meisten benutzte Zugangstechnik und eignet sich besonders gut für die Verwendung vieler Geräte an einem einzigen Internetanschluss. Gerade an öffentlichen Orten wie in Cafés oder an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs nimmt die Zahl der Wi-Fi-Hotspots schnell zu. Gleichzeitig suchen die Mobilfunkbetreiber nach Möglichkeiten, ihre überlasteten 3G-Netze zu entlasten. Die Technik hilft den Mobilfunkanbietern, die für den Zeitraum 2012–2017 vorhergesagte Steigerung des Mobilfunk-Datenverkehraufkommens um jährlich 66 % zu bewältigen.

Kleine Zellen sind Funkzugangspunkte mit niedriger Sendeleistung, die die großen Mobilfunkzellen (Makrozellen) ergänzen, wie wir sie heute als Mobilfunk-Basisstationen oder ‑Antennen kennen. Solche Kleinzellen werden sich zu einem wesentlichen Teil aller Mobilfunknetze entwickeln. 4G-/LTE-Netze werden zunehmend wie ein Netz aus verschiedenen Schichten kleiner Funkzellen (mit Reichweiten von 10 m bis 2 km) und großer Funkzellen (mit Reichweiten von über 10 km) arbeiten, wodurch die kleinen Zellen viel stärker in den Netzbetrieb integriert werden als bei 3G-Netzen, in denen kleine Zellen nur zur gelegentlichen Entlastung genutzt werden.

In der Studie wurde die Entlastung („Off-loading“) des Mobilfunkdatenverkehrs definiert als Weiterleitung von drahtlosem Datenverkehr, der ansonsten durch großräumige, zelluläre Mobilfunknetze über sog. „Kleinbereichs-Zugangspunkte“ (LTE oder Wi-Fi) abgewickelt wird. Smartphones und Tablets können sich leicht in solche alternativen Netze einbuchen, die eine örtlich beschränkte Reichweite haben und in Frequenzen betrieben werden können, die auch anderen Netzbetreibern zur Verfügung stehen.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  1. Kleine Wi-Fi-Zellen und kleine LTE-Zellen ergänzen sich, anstatt sich zu ersetzen. Das Kombinieren beider Techniken hilft, die verfügbaren Frequenzen bestmöglich auszunutzen und die Kosten so gering wie möglich zu halten, da Rückführungskanäle und andere örtliche Infrastrukturen gemeinsam genutzt werden.

  2. Entlastungslösungen ermöglichen grundsätzlich eine viel größere Wiederverwendung von Funkfrequenzen in einem bestimmten geografischen Gebiet.

  3. Durch breitere Kanäle (80 MHz oder 160 MHz) werden neue Wi-Fi-Ausrüstungen viel höhere Datengeschwindigkeiten ermöglichen.

  4. Automatische Authentifizierungsprozesse für den Zugang zu Wi-Fi-Netzen werden die heutigen Schwierigkeiten bei der manuellen Wi-Fi-Anmeldung (vor allem bei Verbindungsaufbau und Authentifizierung) weitgehend beseitigen.

  5. Lösungen, mit denen Privatpersonen ihre Bandbreite über Wi-Fi mit anderen teilen können, wie auch eine Reihe von Wi-Fi-Roaminganbietern machen öffentliche Wi-Fi-Zugänge für zahlreiche Benutzer immer bequemer und billiger.

Nützliche Links

PDF-Datei der Studie im „EU Bookshop“

Einladung zu einem öffentlichen Workshop zur Erörterung der Studienergebnisse am 3. September 2013

Wireless Europe auf der Website zur Digitalen Agenda

Neelie Kroes auf Twitter

Quelle:EU

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Leichter Rückgang der Arbeitslosenquote der EU

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Im Euroraum (ER17) lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Juni 2013 bei 12,1%, unverändert gegenüber Mai. In der EU27 lag die Arbeitslosenquote bei 10,9%, gegenüber 11,0% im vorherigen Monat. In beiden Gebieten sind die Quoten im Vergleich zum Juni 2012 gestiegen; in jenem Monat hatten sie 11,4% bzw. 10,5% betragen. 

Eurostat schätzt, dass im Juni 2013 in der EU27 insgesamt 26,424 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 19,266 Millionen im Euroraum. Gegenüber Mai 2013 fiel die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU27 um 32 000 und im Euroraum um 24 000. Gegenüber Juni 2012 nahm die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 1,080 Millionen und im Euroraum um 1,129 Millionen zu.

Von den Mitgliedstaaten verzeichneten Österreich (4,6%), Deutschland (5,4%) und Luxemburg (5,7%) die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die höchsten Quoten meldeten Griechenland (26,9% im April 2013) und Spanien (26,3%).

Die Arbeitslosenquote stieg über ein Jahr betrachtet in siebzehn Mitgliedstaaten und fiel in zehn. Die höchsten Anstiege meldeten Zypern (von 11,7% auf 17,3%), Griechenland (von 23,1% auf 26,9% zwischen April 2012 und April 2013) und Slowenien (von 8,8% auf 11,2%). Die höchsten Rückgänge verzeichneten Lettland (von 15,5% auf 12,5% zwischen dem ersten Quartal 2012 und 2013) und Estland (von 10,1% auf 8,0% zwischen Mai 2012 und Mai 2013).

Die Arbeitslosenquote in den USA lag im Juni 2013 bei 7,6%, unverändert gegenüber dem vorherigen Monat und 8,2% im Juni 2012.

Jugendarbeitslosigkeit

Im Juni 2013 waren in der EU27 5,512 Millionen Personen im Alter unter 25 Jahren arbeitslos, davon 3,526 Millionen im Euroraum. Gegenüber Juni 2012 fiel deren Zahl in der EU27 um 43 000 und stieg im Euroraum um 43 000. Die Jugendarbeitslosenquote5 lag im Juni 2013 in der EU27 bei 23,2% und im Euroraum bei 23,9%. Im Juni 2012 hatten die Quoten 22,8% bzw. 23,0% betragen. Die niedrigsten Quoten im Juni 2013 verzeichneten Deutschland (7,5%), Österreich (9,3%), die Niederlande (11,0%) und Malta (11,2%), und die höchsten Quoten meldeten Griechenland (58,7% im April 2013) und Spanien (56,1%).

Quelle: -eurostat-

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Klangfarben im M.A.SH - in Remagen

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Gudrun Hillmann bei der Vorstellung von Michael Gottschalk, dessen Werke bis zum 25. August 2013, Samstag und Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr in der Galerie M.A.SH  in Remagen zu sehen sind.

 

Vom 28. Juli bis 25. August 2013 zeigt der Sinziger Künstler mit Mehrfachbegabung, Michael Gottschalk, seine „Klangfarben“ im M.A.SH ModernArt Showroom in Remagen. Seine Werke befassen sich ausschließlich mit Musik. Gottschalk war viele Jahre als Songschreiber und Gitarrist mit einer Band musikalisch im mediterranen Raum unterwegs. Hieraus schöpft er seine Motive: Jazzkeller, Caféhausszenen, Bilder in Licht der Mittelmeersonne. Seine Farbpalette ist durch die kräftige und großflächige Verwendung kontrastreicher Farben gekennzeichnet. Seine Ausbildung als Architekt führt dazu, dass graphische Stilmittel mit Kreide und Graphit Konturen und Strukturen betonen. Seine Ausbildung erhielt er von Professor Spies. Hier erlernte er eine Verbindung herzustellen, zwischen den Ausdrucksformen der Malerei und Musik. Seine Lieder setzen sich kritisch mit dem Alltag auseinander. „Wir sind zu langsam“ spielte rockig auf Gitarre bei der Vernissage, und thematisierte damit die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit. -kpg-

 

Seine Ölbilder, meist in vibrierenden Rottönen vor dunklem Hintergrund gehalten, zeugen von einer großen emotionalen Intensität und wirken wie zeitlose Momentaufnahmen. Stets ist es der intime Blick auf das Geschehen, das Ausschnitthafte und weniger das abbildende Portrait, das den Maler fasziniert.

 

Michael Gottschalk malt und zeichnet aber nicht nur, er macht nicht nur Musik, ist Gitarrist, er schreibt auch – Gedichte. In seinem Gedichtband „Poetenkost“ spürt der Leser die tiefe Naturverbundenheit des Lyrikers. Seine poetische, bildhafte Sprache, die durch ihre Intensität nicht selten bis ins Schweigen hinein andauert, nimmt gefangen. Es ist ein Stück ehrlicher Poesie, die den Gedichtband zu einem sehr persönlichen Werk werden lässt – und das von Zeichnungen des Künstlers begleitet wird.

 

Seine CD „Im Acker steckt noch der Pflug“ ist im Frühjahr erschienen. Sie hat Titel wie: „Aus deiner Tiefe“, „Wenn Liebe fehlt“, „Mit Leib und Seele“. Songs, die von großen Emotionen zeugen, die nicht pathetisch sind, sondern ehrlich und nachvollziehbar – Texte und Melodien, die noch im Gedächtnis nachhallen.

 

Ein Künstler mit vielseitiger Gestaltungskraft, Fantasie und - wie ich glaube, auch ein Romantiker. Dies fiel mir auf, als er, 2002 als Teilnehmer von insgesamt 13 Remagener Künstlern, ein Fenster in der „Villa der Kunst“ an der Rheinpromenade gestaltete. Wir waren sozusagen Kollegen. Vor elf Jahren, als mit diesem Projekt und den Feierlichkeiten ein imaginäres Bäumchen gepflanzt wurde, das Wurzeln schlug und somit die Kunst in Remagen zu wachsen begann. Schon im Jahr darauf fand der erste LebensKunstMarkt statt, der inzwischen u.a. zu einer guten Tradition in unserer Stadt geworden ist.

 

Es war der LebensKunstMarkt im vergangenen Jahr, 2012, also zehn Jahre nach dem Villaprojekt, als ich Michael zufällig im Trubel traf und ihn spontan fragte, ob er nicht im M.A.SH ausstellen möge. Ich selbst war gerade zur Mitbetreiberin der Galerie geworden – und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Künstlerinnen und Künstlern mit Doppelbegabungen ein Forum zu bieten. Die Begegnung war eine gute Fügung, denn für mich gehört Michael auf jeden Fall dazu - und dass er hier ausstellt. Ich brauchte gar nicht viel zu reden, seine Zusage kam genauso spontan wie meine Frage.

 

Michael Gottschalk ist in Remagen kein Unbekannter, bis Sommer 2002 wohnte er in Remagen, jetzt lebt er mit seiner Frau in Sinzig - und arbeitet dort auch künstlerisch – im Atelierhaus „Morandi“ zu dem auch ein bezaubernder Garten gehört. Desweiteren hat Michael Gottschalk noch ein Atelier in Münstermaifeld. In dieser Umgebung, in der Natur findet er viele seiner Motive, wie auch auf seinen Reisen nach Frankreich, Spanien und andere südliche Länder.

 

Mir gefällt, dass Michael Gottschalk seinen Stil, nämlich verschiedene Stile zu haben, in der Malerei pflegt und sich nicht durch Strömungen verbiegen lässt. Dennoch ist er offen gegenüber neuen Richtungen. Denn neugierig und experimentell zu sein, gehört auch zum Kreativsein, zu der Kunst. Seine Aussage, dass an der Malerei das Spannendste und Schönste das Malen selbst sei, dem können sicher viele Maler, beziehungsweise alle im künstlerischem Bereich kreative Menschen beipflichten.

 

Michael Gottschalks Bilder, in Öl gemalt und meist in vibrierenden Rottönen vor dunklem Hintergrund gehalten, sind beseelte Momentaufnahmen. Manche wirken wie Fragmente und zeugen doch von einer großen emotionalen Intensität. Die Musiker sind hoch konzentriert, oder entrückt – und dennoch scheinen sie mit ihrem Instrument, ihrer Musik ganz verschmolzen. Eine Hingabe an die Musik. Am jeweiligen Gesichtsausdruck der Haltung der Hände beim Spiel, meint man die Musik zu hören. Man fühlt sich zum Beispiel in einen Jazzkeller in New Orleans versetzt, lauscht den Balladen, den Geschichten, die Lebensfreude vermitteln, spürt aber auch die Einsamkeit, von der diese Menschen erzählen.So wird das Wahrgenommene in seinen Bildern zu einer spannenden und ganz persönlichen Reise durch die Welt der Musik, der Klänge und der Farben. - Gudrun Hillmann- siehe auch http://www.kunstplattform.de

 

 

 

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EU für engere Agrar-Kooperation mit China

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Stärkung der europäisch-chinesischen Zusammenarbeit im Sektor Landwirtschaft

Der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dacian Cioloș, reist vom 22.-24. Juli 2013 nach Beijing, China, um die Zusammenarbeit zwischen der EU und China in den Bereichen Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums zu stärken.

„Die Landwirtschaft ist sowohl für die EU als auch für China strategisch wichtig, wenn es darum geht, Herausforderungen wie Ernährungssicherheit, Klimawandel und ausgewogene Entwicklung ländlicher Gebiete zu meistern. Auf der Grundlage einer langfristigen, vertrauensvollen und offenen Zusammenarbeit können unsere Handelsbeziehungen im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft florieren. Angesichts der Vereinbarung des vergangenen Jahres, ein Kooperationsprogramm für die Landwirtschaft aufzustellen - ein Projekt, das bereits erste konkrete Ergebnisse zeigt - bin ich der Auffassung, dass nach wie vor ein enormes Entwicklungspotenzial besteht, von dem beide Parteien profitieren können“, erklärte Kommissar Cioloș.

Die wichtigsten Fragen, die auf diesem Treffen zur Sprache kommen werden, betreffen mehr Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Fälschungsdelikten im Wein- und Spirituosensektor, im Bereich der Ernährungssicherheit und bei der landwirtschaftlichen Forschung mit dem Ziel, die landwirtschaftliche Produktivität und die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen zu verbessern. Der Besuch soll auch den Dialog über Aspekte des Handels mit Agrarprodukten sowie das Abkommen EU–China über eine Anerkennungsregelung für Ökoprodukte und die Vereinbarung über qualitativ hochwertige Lebensmittel fördern.

Herr Dacian Cioloș wird mit führenden Mitgliedern der chinesischen Regierung zusammentreffen, darunter Vizepremier Wang Yang, Agrarminister Han Changfu, Minister Zhi Shuping (Vorsitzender der chinesischen Generalverwaltung für Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle und Quarantäne (AQSIQ)), Minister Zhang Mao von der Staatsverwaltung für Industrie und Handel (SAIC) und der Vorsitzende der chinesischen Akademie für Agrarwissenschaften, Professor LI Jiayang.-PMdEU-Kommission-

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Besserer Datenschutz in der EU geplant

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Die am 19. Juli zu einem informellen Treffen in Vilnius zusammengetroffenen EU-Justizminister berieten sich über die Zukunft des EU-Justizbereichs ab 2014 und unterbreiteten Vorschläge für die EU-datenschutzreform.

"Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis des heutigen Treffens. Es gab fruchtbare Diskussionen sowohl über die Zukunft des Justizbereichs der EU, als auch über die Datenschutzreform. Sie beide werden dabei helfen, die am besten Interessen der europäischen Bürger vertretenden Lösungen zu finden. Die Justizminister haben einen starken Wunsch geäußert, konstruktive Lösungen für die Fragen der litauischen Präsidentschaftstagesordnung zu suchen - sagte nach dem Treffen der Justizminister Juozas Bernatonis.

In einer Debatte über die Zukunft des EU-Justizbereichs nach 2014, nach dem Ablauf des Stockholmer Programms, äußerten sich die EU-Justizminister ihre Meinung, dass die neuen strategischen Leitlinien für die Definition der Prioritäten des Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts notwendig sind.

Nach der Meinung der meisten EU-Justizminister müssen die strategischen Leitlinien für die gesetzgeberische und operative Programmplanung des Raums der Freiheit, Sicherheit und des Rechts im Rahmen der folgenden Grundsätzen entwickelt werden: Festlegung der strategischen EU-Ziele im EU-Justizbereich, Zusammenarbeit zwischen den EU-Institutionen und angemessene Finanzierung der vorgesehenen Maßnahmen.

Die Teilnehmer des Treffens äußerten die Ansicht, dass die Schwerpunkte im Justizbereich ab 2014 folgende sein sollten: Umsetzung der schon angenommenen EU-Rechtsvorschriften in den Mitgliedstaaten, Schutz der Grundrechte, einschließlich des Datenschutzes, wirksamere justizielle Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sowie breiterer Einsatz von Informationstechnologien im Justizbereich.

"Alle sind darüber einig, dass die wachsende Europäische Union geeignete Maßnahmen braucht, die den Herausforderungen von heute entsprechen und mit der Schaffung der stabilen und geeigneten rechtlichen Rahmenbedingungen das Wirtschaftswachstum fördern würden und dazu beitragen, die Wirtschaft und Gesellschaft besser abschätzbar und offener zu machen," - sagte der litauische Justizminister.

Hauptziel der derzeit im Rat der EU diskutierten Datenschutz-Grundverordnung ist die Sicherstellung einer konsequenteren, klareren und glatteren Anwendung der datenschutzrechtlichen Standards in der gesamten EU. Dadurch würde die partielle Umsetzung der Datenschutzrichtlinie 1995 in nationales Recht vermieden, und auf das Erfordernis verzichtet, nach dem die Unternehmen über die Datenverarbeitung den Aufsichtsbehörden aller Mitgliedstaaten, wo sie ihre Tätigkeiten ausführen, berichten müssen.

Während der Debatten über die EU-Datenschutzreform haben sich die Minister auf die Rolle des Europäischen Datenschutzausschusses (EDA) bei der Anwendung dieser Verordnung in allen Mitgliedstaaten konzentriert.
Gründung des EDA, die die Leiter der Aufsichtsbehörden aller Mitgliedstaaten und den Europäischen Datenschutzbeauftragten umfasst - ist eine der Maßnahmen, die zur Erreichung des besagten Hauptzieles dient. Die Minister kamen überein, dass man die konsequente Folgung der EU-Datenschutzvorschriften in den EU-Ländern anstreben soll und äußerten ihre Unterstützung für EDA Rolle in diese Richtung.

"Die Europäische Union muss entschlossen auf die Herausforderungen der Globalisierung und Informationstechnologie reagieren. Menschenrechte müssen unsere oberste Priorität sein. Alle sind sich einig, dass verlässliche Datenschutzmechanismen von entscheidender Bedeutung sind,"- sagte  J. Bernatonis. -PMdRP-

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400 Millionen Euro für Nachwuchsforscher

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EU gewährt 287 Nachwuchsforschern 400 Mio. EUR für die Grundlagenforschung

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat im Rahmen seiner sechsten Bewerbungsrunde für „Starting Grants“ 287 führende Nachwuchswissenschaftler für eine Förderung ausgewählt und gibt ihnen dadurch die Möglichkeit, modernste Grundlagenforschung zu betreiben. Die Forscher erhalten über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren insgesamt fast 400 Mio. EUR, wobei die Einzelförderung bis zu 2 Mio. EUR betragen kann. Das Interesse an dieser angesehenen Fördermaßnahme hat weiter zugenommen, was sich daran ablesen lässt, dass die Gesamtnachfrage in diesem Jahr um 50 % zugenommen hat. Außerdem war ein Anstieg des Anteils erfolgreicher Forscherinnen von 24 % auf 30 % aller Bewerber zu verzeichnen. Diese Ausschreibung von „Starting Grants“ wurde zum letzten Mal im Rahmen des Siebten Forschungsrahmenprogramms der EU (RP7) vorgenommen. Die nächsten Aufforderungen zur Einreichung entsprechender Vorschläge erfolgen im Rahmen des neuen EU-Forschungs- und ‑Innovationsprogramms „Horizont 2020“, das eine erhebliche Aufstockung der Mittel für den ERC vorsieht.

Die ausgewählten Projekte decken eine breite Bandbreite von Themen ab, z. B. die Konzipierung eines einzigartigen Küstenschutzes gegen Tsunamis, die Entwicklung einer High-Tech-Strahlentherapie, die Patienten mit Krebs im Kopf- und Halsbereich helfen könnte, die Echtzeit-Überwachung der Luftverschmutzung mittels GPS-Technologie oder die Herstellung neuer, kostengünstiger und effizienterer Fotovoltaik-Anlagen.

Die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige EU-Kommissarin Geoghegan-Quinn hierzu: „Der Europäische Forschungsrat hat die Forschungslandschaft für junge Talente verändert und das Niveau der Wissenschaft in Europa erhöht. Er finanziert Grundlagenforschung, die das Wissen der Menschheit voranbringt, aber auch zu Durchbrüchen führt, deren Ergebnisse künftig Eingang in unseren Alltag finden könnten. Der ERC steht für Exzellenz und wird im Rahmen von „Horizont 2020“ weiter erfolgreich sein.“

Auf diese Ausschreibung gingen 3 329 Vorschläge ein, d.h. h. 50 % mehr als im vergangenen Jahr. Aufgrund der deutlich stärkeren Konkurrenz hatten nur 9 % der Antragsteller Erfolg. Die Fördermittel gehen an Forscher 34 unterschiedlicher Nationalitäten, die an 162 verschiedenen Einrichtungen in ganz Europa tätig sind. Die „Starting Grants“ sind für Forscher jeglicher Nationalität mit 2-7 Jahren Erfahrung nach der Promotion (bzw. nach Erhalt eines gleichwertigen Abschlusses) und mit einer vielversprechenden wissenschaftlichen Laufbahn bestimmt. Das Durchschnittsalter der Forscher, die bei dieser sechsten Ausschreibung ausgewählt wurden, beträgt ca. 34 Jahre.

Hintergrund

Bei dieser Bewerbungsrunde kamen 44 % der Anträge der ausgewählten Antragsteller aus dem Bereich „Natur- und Ingenieurwissenschaften”, 38 % aus dem Bereich „Biowissenschaften” und 18 % aus dem Bereich „Sozial- und Geisteswissenschaften“. Die Auswahl der Geförderten erfolgte durch eine Peer-Review-Bewertung in 25 Gremien, denen namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt angehörten.

Die „Starting Grants“ des ERC sind für Forscher jeglicher Nationalität mit 2-7 Jahren Erfahrung nach der Promotion (bzw. nach Erhalt eines gleichwertigen Abschlusses) und mit einer vielversprechenden wissenschaftlichen Laufbahn bestimmt. Die Forschung muss in einer öffentlichen oder privaten Einrichtung (der so genannten „Gasteinrichtung“) betrieben werden, die ihren Sitz in einem der EU-Mitgliedstaaten oder in einem der am Rahmenprogramm assoziierten Länder hat. Die Förderung beträgt maximal 2 Mio. EUR (pro Finanzhilfe) über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen werden einmal jährlich veröffentlicht.

Die Aufforderungen des ERC zur Einreichung von Bewerbungen für „Starting Grants“ und für andere Fördermaßnahmen richten sich an Spitzenforscher jeglicher Nationalität, die in Europa ansässig oder bereit sind, nach Europa zu übersiedeln. Mithilfe der bei dieser jüngsten Ausschreibung vergebenen Fördermittel können die geförderten Wissenschaftler auch ihre eigenen Forschungsteams aufbauen, wodurch insgesamt mehr als 1 000 Postdoktoranden und Doktoranden als ERC‑Teammitglieder eingebunden werden. Der EFR trägt so zur Förderung einer neuen Generation von Spitzenforschern in Europa bei.

Der 2007 von der EU eingerichtete Europäische Forschungsrat ist die erste gesamteuropäische Organisation zur Finanzierung der Pionierforschung. Der ERC, die jüngste und neuartigste Einrichtung des Siebten EU-Forschungsrahmenprogramms (spezifisches Programm „Ideen”), verfügt für den Zeitraum 2007 − 2013 über ein Gesamtbudget von 7,5 Mrd. EUR.-PMdEU-Kommission-

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EU - gemeinsam gegen Armut

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EU schlägt gemeinsames Konzept zur Finanzierung von Armutsbeseitigung und nachhaltiger Entwicklung vor

Die Europäische Kommission hat heute eine Mitteilung angenommen, in der wichtige Grundsätze für die Finanzierung von Armutsbeseitigung und nachhaltiger Entwicklung nach 2015 vorgeschlagen werden, d. h. für die Zeit nach dem Zieldatum für die Verwirklichung der derzeitigen Millenniumsentwicklungsziele (MDG). Zwar liegt der Schwerpunkt der Mitteilung auf den Entwicklungsländern, doch ist der Ansatz universell anwendbar und enthält Grundsätze, mit denen sich alle Menschen identifizieren können.

Die Mitteilung baut auf dem jüngst vorgelegten Strategiepapier: „Ein Leben in Würde für alle: Beseitigung der Armut und eine nachhaltige Zukunft für unsere Welt“ auf. Bei diesem Dokument lag der Schwerpunkt auf der Frage, „was“ innerhalb des künftigen Entwicklungsrahmens finanziert werden sollte. Bei der jetzt vorgelegten Mitteilung geht es um das „Wie“ der Finanzierung.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs begrüßte die Mitteilung mit den folgenden Worten: „Diese Mitteilung ist ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Schaffung des künftigen Rahmens für die Zeit nach 2015. Wenn wir auf politischer Ebene Fortschritte erzielen wollen, müssen wir alle verfügbaren Ressourcen nutzen und neue, innovative und zuverlässige Wege für die Finanzierung der Armutsbeseitigung und einer langfristig nachhaltigen Entwicklung ins Auge fassen.“

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Die heute vorgelegte Mitteilung bündelt die Überprüfung der Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele und die Folgemaßnahmen zu Rio+20 in einem übergreifenden Rahmen für die Zeit nach 2015. Zur Abrundung unserer gemeinsamen Vision bekräftigen wir, dass wir auch die Wege zur Finanzierung einer nachhaltigen Entwicklung und der Armutsbeseitigung bündeln werden.“

In dem heute vorgelegten Strategiepapier wird überprüft, welche Finanzmittel sowohl von öffentlicher als auch von privater Seite auf nationaler und internationaler Ebene zur Verfügung stehen (Steuern, Zuschüsse, Privatinvestitionen, Spenden usw.).

Die Mitteilung enthält u. a. die folgenden Leitgedanken:

  • Die Finanzierung muss mit den strategischen Zielen Hand in Hand gehen. Die Mittel sollten dorthin fließen, wo sie am dringendsten benötigt werden, aber sie müssen auch innovativ und wirksam eingesetzt werden, damit maximale Ergebnisse erreicht werden.

  • Die Finanzierungsquellen gleich welcher Art sollten in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, einschließlich der offiziellen Entwicklungshilfe (ODA), die für die Länder mit niedrigem Einkommen nach wie vor von grundlegender Bedeutung ist.

  • Schwellenländer und Länder mit mittlerem Einkommen (obere Einkommenskategorie) können einen fairen Anteil an der Unterstützung der ärmsten und fragilsten Länder übernehmen.

  • Die verschiedenen strategischen Ziele müssen sich gegenseitig verstärken, so dass mit jedem Euro, der ausgegeben wird, mehrere strategische Ziele gleichzeitig erreicht werden können. So ist z. B. eine größere Ernährungssicherheit von zentraler Bedeutung für die Beseitigung der Armut und kann durch eine bessere Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Wälder erreicht werden, die wiederum zur Bekämpfung des Klimawandels beiträgt.

  • Bei der Auswahl der Prioritäten für den Mitteleinsatz sollten die Partnerländer das Sagen haben.

  • Außerdem wird in der Mitteilung grundsätzlich für mehr Transparenz und größere gegenseitige Rechenschaftspflicht auf nationaler und globaler Ebene plädiert, damit gesichert ist, dass die Mittel wirksamer für eine nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden.

Darüber hinaus veröffentlicht die Europäische Kommission heute den jährlichen Rechenschaftsbericht der EU über die Entwicklungsfinanzierung, in dem auf wesentliche Fortschritte in den Bereichen Privatsektor, Handel, Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel und Nutzung innovativer Finanzierungsquellen und -instrumente hingewiesen wird. Erstmals werden in dem Bericht - ausgehend von den Zusagen auf dem Rio+20‑Gipfel im letzten Jahr - auch die Bereiche Wissenschaft, Technologie und Innovation behandelt.

Hintergrund

In ihrer Mitteilung „Nach 2015: auf dem Weg zu einem umfassenden und integrierten Konzept zur Finanzierung von Armutsbeseitigung und nachhaltiger Entwicklung“ empfiehlt die Kommission, die internationalen Diskussionen über die Finanzierungsmöglichkeiten zur Bewältigung globaler Herausforderungen in einem übergreifenden Rahmen zusammenzufassen. Dies soll eine kohärentere und bessere Koordinierung spezifischer Finanzierungen und der laufenden internationalen Verhandlungen - wie etwa zu den Themen Klimawandel, nachhaltige Entwicklung, Entwicklungsziele für die Zeit nach 2015 - ermöglichen.

Weitere Informationen

MEMO/13/688: Neue Mitteilung der EU mit Vorschlägen für die Finanzierung von Armutsbeseitigung und nachhaltiger Entwicklung in der Zeit nach 2015

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Link zu der Mitteilung der Kommission „Nach 2015: auf dem Weg zu einem umfassenden und integrierten Konzept zur Finanzierung von Armutsbeseitigung und nachhaltiger Entwicklung“:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/development-policies/financing_for_development/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

-PMdEU-Kommission-

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Eine Erinnerung an Josef Damian

Fassade erstrahlt mit Burgunderrot - in Mayschoß an der Ahr

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Vor dem Wandbild die "Kleinen und die Großen Künstler" - v.l.n.r. in Vordergrund Viktoria Neltner, Bernd Neltner, Anneliese Baltes - oben Mitte Rainer Hess - nicht auf dem Bild Wolfgang Kutzner - siehe http://www.atelier-kutzner.de sowie http://www.wineahrt.de

 

Pünktlich vor dem Weinblütenfest vom 14. bis 16 Juni 2013 erstrahlt die Fassade des Ateliers des Künstlers Rainer Hess in neuem Glanz. Zusammen mit der Jugendgruppe Mayschoß um Anneliese Baltes, haben die Künstler Rainer Hess und Wolfgang Kutzner aus Staffel ein Landschaftsbild von Josef Damian, dem Großonkel von Rainer Hess, auf der Hausfront an der Ahr-Rotweistr. 9, nachempfunden. Das Wandbild, in dem das für die Ahr typische Burgunderrot dominiert, ist in Silikattechnik enstanden, bei der grundsätzlich Kaliumsilikat (Wasserglas) mit anorganischen Farbsigmenten gemischt werden. Die Farben, die um 1878 vom Forscher Adolf Wilhelm Keim erfunden wurden, sind besonders haltbar.

Josef und Karl Damian waren Anfang des 20. Jahrhundert Mitglieder der Gruppe "Kunstfreunde Maschoß". "Es ist mir ein Anliegen, meinen Großonkel mit diesen Wandbild zu würdigen, der mit seiner körperlicher Behinderung besondere künstlerische Leistungen hervorgebracht hat", sagt Rainer Hess. Josef Damian starb am 13. März 1941.

Karl Daminan, der Bruder von Josef und das zweite von 15 Kindern, das in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts den Ruf von Mayschoß und des Ahrtals als Künstlerwiege begründeten, war Student an der ´Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf´ und Schüler von Ewald Matare, dem Bildhauer. 1939 gründete Karl Damian die Gruppe "Junges Rheinland" mit. Seine Spur verlor sich im Krieg um 1944 in Rumänien.

Unterstützt wurden die Künstler und 15 Jugendlichen fachmännisch auch von der Firma "Wohn(T)räume Neltner" aus Kalenborn in der Eifel, nahe Mayschoß. Der Chef Bernd Neltner und Tochter Viktoria standen mit Rat und Tat zur Seite - und arbeiteten selbst für den guten Zweck mit, der jetzt ständigen Erinnerung an Josef Damian.  -kpg-

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Kultur kennt keine Grenzen

Einer der wesentlichen Bestandteile der Aktivitäten des “Kulturvereins” ist die Beschäftigung mit Literatur.

Poetische Kunstwerke machen über das Medium der Sprache deutlich, daß es keine mentalitäre Abschottung einzelner Individuen und Gruppen gibt.

Kunst kennt eben keine Grenzen. Soziale, politische und ästhetische Phänomene werden miteinander verwoben und fordern zu einer integralen humanen Analyse historischer oder aktueller Situationen heraus.

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