Ziele der Initiative

EUkultura ist eine Initiative, der sich der europäischen Idee verbunden fühlt und den kulturellen Austausch in Europa fördert.

Hierunter fällt der gesamte kulturelle Bereich von der Hoch- bis zur Alltagskultur. Kultur muss miteinander gelebt werden. Daher will der Verein denjenigen Menschen die Teilnahme an kulturellen Ereignissen ermöglichen, denen sie aufgrund ihres Alters oder ihrer finanziellen Situation ansonsten verwehrt bliebe und den Kontakt unter kulturell Interessierten herstellen.

Sie finden auf diesen Seiten auch aktuelle Informationen zur EU - als Fortsetzung und Weieterführung von "Europa-Nachrichten" - der Internetzeitung.

 

EUkultura fördert Kunst- und Kulturschaffende - zunächst durch Kontakt und ideell. Weiteres ergibt sich aus dem Networking, das wir bewusst betreiben. Sicher können Sie auch bei und über uns publizieren - etwa Poetik, Termine für Vernissagen u.ä.m. - hier finden sie als "Versuche zur Kunst" - wie etwa einen zur "Schreibkunst":

 

 

Felsenteil

 

Ich schneid mir aus dem Felsen,

den groben Blocke passend,

und lass´ an seinem Platze,

ein klaffend tiefes Loch!

 

Gewachsen ist der Steine dort,

der mir so gut gefällt,

und weiss nicht was es sonst werde -

noch ob mein Wunsche hält,

stampf ich doch nicht aus der Erde

zu schaffen einen Heros,

noch ist es nur die Scherbe,

will ich mir machen Eros,

wie der Meister vor mir tat -

bin sicher - dass es fügt,

und dem Belang genügt -

nur schleppen in die Werkstatt,

kann ich den Riesen nicht.

 

Ich brauch dazu die Helfer,

die warnen vor dem Spalt,

der sich da nun öffnet,

in dem Berge alt:

Wenn das nun jeder täte,

es war Dir nicht erlaubt,

sind wir Dir schon Gehilfen,

die von der Natur geraubt.

Zudem gehört dies einem,

der es nicht gerne sieht,

er wird wohl heftig weinen,

wenn dort ein Stücke fehlt,

dass wir dort herausgebrochen.

 

Sie warnen vor den Rissen,

die sich herüber ziehn:

Mir sind es eher Masern,

die auf der Nas´ erblühen -

und will ich auch nicht missen,

ich flick es sonst mit Fasern -

wenn das Bilde - ihr versteht:

Geworden durch meine Hände,

ich form die schöne Lende,

und wenn wir eilen – bald ensteht,

- Vollkommen – "ohne Ende".

 

Es kracht und ächsen die Stämme,

gequetscht von der Tonnenlast,

über Weg und Dämme,

rollt über sie, mit eifrig Hast,

und Müh, die ganze Nacht:

Stund für Stund – hat keine Rast,

der Eichbalk scheint zu Schaden,

mit angestrengten Waden,

gewechselt wird dies Holz.

Bewegt das schwere Stück in Höhen,

noch ein paar Meilen -

nicht verweilen:

als Grundstück´ für den Schönen.

Es schmerzen euch die Knochen?

Mir ist dabei nicht Wehe,

ich auch am Anfang stehle?

- Ans gute Ende sehe, -

bild euch ein – es sei die Höhle,

vom Wetter ausgebrochen.

 

Mir scheint es schon als Säule,

die trägt auch euer Joch,

der lebt doch mit der Keule,

der Meister von der Kluft,

der mit den Stoff nichts macht,

hat er doch wirklich durft,

ich hab daran gedacht,

der wedelt doch nur Luft,

und fällt bald in den Schacht -

wo ich tat den Hohlraum,

hinab mit seinem Tagtraum,

von eigen gewachsener Natur,

nichts tun - und dabei stur!

 

Nun richtet mir auf den harten Stein,

in den Himmel - an diesem Ort,

wo ich benutz mein Werkzeug, soll er sei -

zu schlagen immer fort,

was mich stört am groben Ding.

Ihr könnt da draussen warten,

und höret immer: Kling, kling, kling -

ist es meines Schaffens Sinn,

schön wird mir dieser Klotze – geraten,

gemacht für meinen Garten.

 

Nun seid mir alle Zeuge,

ich zeig in tages-schaffen,

dass ich den mir heftig beuge,

mit Muße und Geschick -

und es dem Meister zeige,

es sei zu seinem Glück -:

was ich gelernt im Jahr!

Abgeschaut und nachgemacht,

sein bester Schüler war,

auch wenn er es wohl nicht gedacht,

als er tief auf mich sah -

mit seinem lichten Haar.

 

Soll er es noch erleben,

der Suff zeichnet ihn schon,

die Leber ist geschwollen,

bekommt er kaum noch Lohn,

wird er wohl eher grollen,

denn seine Stätte werde mein!

So ist es nun einmal im Leben -

so soll es wohl auch sein -

und hämmert immer weiter,

und hangelt an der Leiter:

 

Da rutscht ab die Sandale:-

Sie fällt zehn Meter tief,

mit dem Kopfe auf Kies und Schaale,

und Blute aus ihr lief:

 

Sie nicht mehr Hilfe rief!

 

Und keiner kam gegangen,

der ihr steht zu Seit,

die Helfer schon von dannen,

mit Staub in ihrem Kleid,

liegt Sie da alleine,

gebrochen Haupt und Beine.

 

Der Meister hat´s vernommen,

sieht auf das steil´ Gerüst,

bist wohl zu hoch geklommen,

- und ihre Stirne küsst,

legt sie auf seine Stelle,

nah´ an dem warmen Herd,

und schaut im Stein die Welle:

War Dir der Mensch das wert?

 

Woher hattest Du die Taler,

zu zahlen solchen Brocken,

doch soll es so sein – will weiter tun,

die Arbeit darf nicht stocken:

Nich essen, trinken – und nicht ruhn,

mag es Dein Gedenken halten,

die Welle sei, Dein Faltenwurf,

die Höh´ – wirst bei den Alten.

 

Der Mond wird voll ein dutzend mal,

begraben ist das Weib,

und hoch darüber steht ein Mal:

"Weil ihr ein Schüler seid" - !

 

Da - Tränen laufen aus dem Aug,

als er den Donner hört:

und das Felsenloch erspäht.

Zerbrochen ist der Monolith,

das Andenken zerstört!

 

Es liegt am Boden ein Felsenteil,

umspült von einem See,

und gehst Du aufwärts, den Bach entlang,

entspringt mit vielem Weh:

Die frische Quelle aus jener Schlucht -,

es trinkt daran ein Reh!

 

 

© -kpg- 2011