Kultur schaffen - Versuche zur Kunst

EUkultura fördert Kunst- und Kulturschaffende - zunächst durch Kontakt und ideell. Weiteres ergibt sich aus dem Networking, das wir bewusst betreiben. Sicher können Sie auch bei und über uns publizieren - etwa Poetik, Termine für Vernissagen u.ä.m. - hier finden sie als "Versuche zur Kunst" - wie etwa einen zur "Schreibkunst":

 

 

 

Gelagestund

 

Es speist der Ritter, beim Gelage -

vom Ochsen, Schwein – und von der Gans,

und schüttet sich den langen Tage,

das Bier – in seinen fetten Wanst,

 

- an seiner Seit´, die edlen Frauen,

zieren nur den, der Gutes tut´,

und des Treuen, helle Augen,

erwachsen wird der frische Muth,

 

- bringt der Knappe, von dem Schilde,

trägt herein, den guten Wein,

an der Wand, des Herren Bilde,

soll er für uns Jesus sein?

 

Sitzen auch, die holden Weiber,

singen von der Waldeslust,

fest die Mieder´- schnürn die Leiber,

pralle ist - die weisse Brust.

 

Bechert der erste, an dem Tische,

schlingt hinein, und grüßet "prost",

vom Hirschen und vom wilden Fische,

und einer bringt den Tafeltost -:

 

Sitzen wir hier all´ heut Abend,

um zu feiern uns´re Freud´,

das Mahle sei´ uns wohl und labend,

weil am Ende: Sind wir alle "breit".

 

Auch die lieben Marketender,

nippen fein an ihrem Sekt,

ist der Herr doch ein Verschwender?

Wo hat er denn den Schnaps versteckt.

 

Und wenn einer hat verkostet,

oder gar, ganz falsch gesoffen,

kommt es vor, dass er dann kotzet,

dem Knecht hat der aufs Bein getroffen.

 

Seid nicht wunder, über Formen,

jedes hat so seiner Zeit,

doch manches ist auch ab der Normen,

wenn die Brocken schmücken´s Kleid.

 

Es ziemet sich in mancher Stunde,

ganz bei sich zu sein – allein,

und zu denken – ohne Kunde,

was wird vom Gestern, das Morgen sein.

 

© -kpg- 2011